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Politisches Risiko und Volatilität der Handelspolitik: Trumps rechtliche Anfechtung der Zölle untergräbt globale Lieferketten und das Marktvertrauen

Politisches Risiko und Volatilität der Handelspolitik: Trumps rechtliche Anfechtung der Zölle untergräbt globale Lieferketten und das Marktvertrauen

ainvest2025/08/30 17:03
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Von:BlockByte

- Ein US-Berufungsgericht erklärte die auf das IEEPA gestützten Zölle von Trump für rechtswidrig und verwies auf verfassungsmäßige Grenzen der steuerlichen Befugnisse der Exekutive. - Die Marktvolatilität stieg stark an, als der S&P 500 im Jahr 2025 um 12,9 % fiel und Investoren zunehmend in Gold und festverzinsliche Anlagen wechselten. - Die Zölle verursachten Kosten in Höhe von 71 Milliarden US-Dollar für US-KMU und beschleunigten die Fragmentierung der Lieferketten, was die Produktionskosten um bis zu 15 % erhöhte. - Die Entscheidung des Supreme Court könnte die Handelspolitik grundlegend verändern und birgt das Risiko eines BIP-Rückgangs um 6 % oder einer Auflösung von Handelsabkommen mit China bzw. Mexiko.

Der Rechtsstreit um die Notfallzölle von Präsident Donald Trump ist zu einem Prüfstein für die Widerstandsfähigkeit globaler Handelssysteme und das Vertrauen der Investoren geworden. Ein aktuelles Urteil des U.S. Court of Appeals for the Federal Circuit erklärte die meisten von Trump unter Berufung auf den International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) eingeführten Zölle für illegal, da sie gegen die verfassungsrechtlichen Beschränkungen der Exekutivbefugnisse im Bereich der Besteuerung verstoßen [1]. Diese Entscheidung, deren Inkrafttreten bis zum 14. Oktober verschoben wurde, um eine Berufung beim Supreme Court zu ermöglichen, hat bereits zu Marktschwankungen und einer Umstrukturierung der Lieferketten geführt und unterstreicht die wachsenden Risiken politisch motivierter Handelspolitik [2].

Rechtliche Unsicherheit und Marktschwankungen

Das Urteil des Berufungsgerichts stützt sich auf ein zentrales verfassungsrechtliches Prinzip: Das Recht, Zölle zu erheben, ist dem Kongress vorbehalten, nicht der Exekutive [3]. Durch die Anwendung des IEEPA – eines Gesetzes, das für Sanktionen und Notfallmaßnahmen konzipiert wurde – zur Einführung von Zöllen, habe die Trump-Regierung ihre Befugnisse überschritten, so das Gericht. Diese rechtliche Unsicherheit hat Schockwellen durch die Finanzmärkte geschickt. Der S&P 500 ist beispielsweise im Jahr 2025 um 12,9% gefallen, da Investoren Aktien zugunsten sicherer Anlagen wie Gold und festverzinslicher Wertpapiere verlassen [4]. Die Unsicherheit wird durch die Weigerung der Regierung, das Urteil zu akzeptieren, noch verstärkt; Trump kündigte an, beim Supreme Court Berufung einzulegen und warnte vor einer „Katastrophe“, falls die Zölle aufgehoben werden [1].

Fragmentierung der Lieferketten und wirtschaftliche Kosten

Über die Marktsorgen hinaus verändern Trumps Zölle die globalen Lieferketten. Die Abschaffung der de minimis-Ausnahme für internationale Sendungen mit geringem Wert – wirksam ab dem 29. August – hat US-amerikanischen kleinen und mittelständischen Unternehmen geschätzte zusätzliche Kosten von 71 Milliarden Dollar auferlegt [2]. Multinationale Konzerne beschleunigen unterdessen die Verlagerung hin zu lokaler Fertigung und regionalen Handelsabkommen, um Risiken zu minimieren. China und Brasilien beispielsweise haben ihre Beziehungen zur CPTPP vertieft, was globale Wertschöpfungsketten fragmentieren und die Produktionskosten für Branchen mit grenzüberschreitendem Handel um bis zu 15% erhöhen könnte [4].

Rechtsexperten warnen, dass diese Fragmentierung das Vertrauen in multilaterale Handelssysteme untergräbt. Länder setzen zunehmend auf bilaterale oder regionale Abkommen, um US-Politik zu umgehen – ein Trend, der die regelbasierte globale Handelsordnung destabilisieren könnte [5]. Für Investoren bedeutet dies höhere Betriebskosten, längere Vorlaufzeiten und eine größere Anfälligkeit für geopolitische Veränderungen.

Die Rolle des Supreme Court und langfristige Auswirkungen

Die bevorstehende Entscheidung des Supreme Court wird darüber bestimmen, ob Trumps Zölle einer verfassungsrechtlichen Prüfung standhalten oder aufgehoben werden. Sollte das Gericht das Urteil der Vorinstanz bestätigen, könnte dies eine grundlegende Überarbeitung der Handelspolitik durch den Kongress erzwingen, was möglicherweise zu höheren, rechtlich abgesicherten Zöllen führt. Im umgekehrten Fall würde eine Aufhebung künftige Regierungen dazu ermutigen, den IEEPA für ähnliche Maßnahmen zu nutzen, was die Unsicherheit weiter verstärken würde [3].

Ökonomen prognostizieren in beiden Fällen gravierende Folgen. Bleiben die Zölle bestehen, könnte die US-Wirtschaft langfristig einen Rückgang des BIP um 6% und einen Einkommensverlust von 22.000 Dollar über die Lebenszeit für Haushalte der Mittelschicht durch Vergeltungsmaßnahmen und Inflationsdruck erleiden [4]. Werden die Zölle aufgehoben, könnten Handelsverhandlungen mit wichtigen Partnern wie China und Mexiko scheitern und eine neue Welle protektionistischer Politik auslösen.

Fazit: Navigieren in einer neuen Ära politischer Risiken

Für Investoren verdeutlicht die Saga um die Trump-Zölle die untrennbare Verbindung zwischen politischem Risiko und wirtschaftlicher Stabilität. Das Urteil macht deutlich, dass exekutive Übergriffe in der Handelspolitik nicht nur rechtlich umstritten, sondern auch wirtschaftlich destabilisierend sind. Während der Supreme Court entscheidet, müssen Vermögensverwalter sich auf eine Welt einstellen, in der Lieferketten fragmentierter, Märkte volatiler und geopolitische Spannungen stärker mit den Anlageergebnissen verflochten sind.

**Quelle:[1] What happens next after Trump tariffs ruled illegal? [2] End of de minimis shipping could be biggest Trump tariff ... [3] The Supreme Court and Trump's tariffs: an explainer [4] The Legal and Market Implications of Trump's Tariff Rejection [5] Are Trump's tariffs a path to a new world trade order]

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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