Morgan Stanley setzt eine 4%-Krypto-Obergrenze für „opportunistische“ Portfolios und richtet sich damit nach BlackRock und Grayscale.
Morgan Stanley schließt sich Unternehmen wie BlackRock, Grayscale und Fidelity an, indem sie darlegen, wie Kryptowährungen in Portfolios integriert werden könnten. Schwab und Vanguard beginnen, ihre Haltung zu ändern, was auf einen allmählichen Nachlass des Widerstands gegenüber digitalen Vermögenswerten hindeutet.
Das Global Investment Committee von Morgan Stanley hat empfohlen, die Allokation von Kryptowährungen in den aggressivsten Kundenportfolios auf bis zu 4% zu begrenzen, wie die Bank in einer Mitteilung vom 1. Oktober erklärte. Diese Empfehlung unterstreicht den Wandel an der Wall Street hinsichtlich der Integration digitaler Vermögenswerte in traditionelle Multi-Asset-Portfolios.
Das Unternehmen klassifizierte Krypto als einen „spekulativen und zunehmend populären“ Realwert, vergleichbar mit digitalem Gold, und schlug je nach Risikoprofil eine Allokation zwischen null und 4% vor.
Konservative und einkommensorientierte Anleger wurden geraten, diese Anlageklasse vollständig zu meiden, während „opportunistische Wachstumsportfolios“ bis zu 4% enthalten könnten.
Das Komitee empfahl außerdem eine regelmäßige Neugewichtung, um zu verhindern, dass Positionen während Kursanstiegen übermäßig anwachsen, und verwies auf das Potenzial für „größere Rückgänge und übermäßige Volatilität“.
Dieser Ansatz stellt Morgan Stanley an die Seite anderer großer Vermögensverwalter, die begonnen haben, Rahmenwerke für Krypto-Allokationen zu veröffentlichen. BlackRock hat zuvor eine Gewichtung von 1% bis 2% in bitcoin als „vernünftigen Bereich“ bezeichnet, während Grayscale-Modelle auf eine optimale Allokation von etwa 5% hinweisen.
Fidelity unterstützt unterdessen bereits Krypto-Engagements über IRAs und Spot-ETPs und hat Forschungsergebnisse veröffentlicht, die darauf hindeuten, dass Allokationen von 2% bis 5% unter bullischen Adoptionsszenarien einen Mehrwert bieten könnten.
Andere sind vorsichtig optimistisch. Schwab hat bislang keine Leitlinien zur Krypto-Allokation veröffentlicht, bietet jedoch Zugang zu Krypto-ETFs und plant, 2026 den Handel mit Spot-bitcoin und ether einzuführen.
Widerstand lässt nach
Einige Unternehmen bleiben zwar zurückhaltend, doch auch hier zeichnet sich ein Wandel ab.
Vanguard hat lange eine der härtesten Linien gegen Krypto verfolgt, den Handel mit Spot-bitcoin-ETFs auf seiner Brokerage-Plattform blockiert und wiederholt gewarnt, dass diese Anlageklasse „unreif“ und für langfristige Anleger ungeeignet sei. Der ehemalige CEO Tim Buckley sagte, Vanguard werde niemals einen bitcoin-Fonds auflegen, und wiederholte damit die Warnung des Gründers Jack Bogle, Krypto „wie die Pest“ zu meiden.
Berichten aus der vergangenen Woche zufolge prüft Vanguard jedoch, ob der Handel mit krypto-fokussierten ETFs auf seiner Plattform zugelassen werden soll – ein Schritt, der eine deutliche Lockerung der bisherigen Haltung bedeuten würde.
Ein Sprecher erklärte, das Unternehmen „bewerte kontinuierlich“ die Anlegernachfrage und das regulatorische Umfeld. Die Debatte findet unter dem neuen CEO Salim Ramji statt, einem BlackRock-Veteranen, der als offener gegenüber digitalen Vermögenswerten gilt als seine Vorgänger.
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