Bitcoin-Mining wächst in China erneut: Experten bullisch
Bitcoin-Mining wächst in China erneut
Das Bitcoin-Mining wächst in China erneut – diese Meldung machte Reuters vor wenigen Stunden und beruft sich dabei auf Daten von Hashrateindex.com sowie auf Aussagen von Insidern.
Trotz des offiziellen Verbots des Bitcoin-Minings durch die chinesische Regierung im Jahr 2021 setzen Miner ihre Aktivitäten fort. Im Sommer 2021 brach die Hashrate infolgedessen zeitweilig zusammen, bevor sie stark zurückkehrte. Laut Daten des CCAF war China ab November 2021 bereits wieder zum zweitwichtigsten Standort für das Bitcoin-Netzwerk herangewachsen. Miner agieren seit dem Verbot vorrangig im Untergrund.
Inzwischen scheinen chinesische Behörden mehr Toleranz walten zu lassen. Miner agieren demnach zunehmend offiziell, ohne unter den Interventionen der Behörden zu leiden.
“Ein Großteil der Energie kann nicht aus Xinjiang abtransportiert werden, also verbraucht man sie in Form von Krypto-Mining” erklärte ein Miner namens Wang gegenüber Reuters. “Neue Mining-Projekte sind im Bau. Ich kann nur sagen, dass die Leute dort minen, wo Strom billig ist”, setzte er fort.
2021 hatte die chinesische Regierung erläutert, dass sie das Krypto-Mining bekämpfen müsse, da dieses zu viel Strom verbrauche und im Vergleich zu seinem Ertrag zu hohe Kohlenstoffdioxidemissionen verursache.
Krypto-Experte Patrick Gruhn von Perpetuals.com ist vom Anpassungswillen der chinesischen Regierung überzeugt. Sobald sich eine profitable Möglichkeit eröffnet, weiche sie von ihren eigentlichen Bestimmungen ab und zeigt sich zu ihrer Ausnutzung bereit.
„Die Flexibilität der chinesischen Politik zeigt sich, wenn in bestimmten Regionen starke wirtschaftliche Anreize bestehen”, sagte Gruhn.
Zum aktuellen Zeitpunkt belegt Bitcoin-Mining aus China im internationalen Vergleich den dritten Rang. Nur die USA und Russland liefern noch mehr Rechenleistung an das Bitcoin-Netzwerk.
Aus den USA kommen 389,3 Exahashes pro Sekunde – 37,75 Prozent des gesamten Netzwerks. Darauf folgt Russland mit 160 EH/s und einem Anteil von 15,51 Prozent. China trägt 145 Exahashes pro Sekunde und einen Anteil in Höhe von 14,06 Prozent zum Netzwerk bei.
Experten reagieren bullisch auf Chinas neue Krypto-Strategie
Im Vergleich zu den Daten des CCAF von 2022 verlor China so zwar insbesondere Anteile gegenüber russischen Minern, in absoluten Zahlen legten chinesische Miner allerdings kräftig zu. Im Januar 2022 hatten diese noch 39,6 Exahashes pro Sekunde geliefert – seither stieg dieser Wert um 266 Prozent.
Laut Gruhn ist diese Entwicklung – besonders unter dem Vorzeichen einer regulatorischen Öffnung – ein sehr positives Signal für den Kryptomarkt. Der Experte reagiert im Gespräch mit Reuters bullisch.
“Die Wiederbelebung des Minings in China ist eines der wichtigsten Signale, die der Markt seit Jahren gesehen hat. Selbst Andeutungen einer Lockerung der chinesischen Politik könnten als Rückenwind für die Etablierung des Bitcoins als globale, staatlich unabhängige Anlage wirken”, so Gruhn.
Der chinesische Anwalt Liu Honglin erwartet eine allmähliche Lockerung des bis heute offiziell bestehenden Mining-Verbots. Das Verbot könne sich nicht halten, da die Branche zu profitabel sei.
Über die vergangenen Monate hatte China bereits mehrfach auf die kryptofreundliche Politik der neuen Trump-Regierung reagiert. Im August debattierte die Regierung etwa die Verbreitung eines Yuan-Stablecoins als Reaktion auf das US-amerikanische Gesetz GENIUS.
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