Spot Bitcoin ETFs durchbrechen das Abzugsmuster mit wöchentlichen Zuflüssen von 70 Millionen Dollar
Spot Bitcoin-Exchange-Traded Funds verzeichneten in der vergangenen Woche Nettozuflüsse von etwa 70 Millionen Dollar und beendeten damit eine vierwöchige Phase von Abflüssen. Laut Cointelegraph zeigen Daten von SoSoValue, dass diese Umkehr auf aufeinanderfolgende Wochen folgt, in denen etwa 4,35 Milliarden Dollar aus dem Sektor abgezogen wurden. Die höchsten wöchentlichen Abflüsse traten in den Zeiträumen bis zum 7. November und 21. November 2025 auf, wobei jede Woche Rücknahmen in Höhe von 1,22 Milliarden Dollar verzeichnete.
Am Freitag registrierten Bitcoin-Fonds Nettozuflüsse von etwa 71 Millionen Dollar. Damit stiegen die kumulierten Zuflüsse seit dem Start auf nahezu 57,7 Milliarden Dollar. Die kombinierten Nettovermögenswerte erhöhten sich auf etwa 119,4 Milliarden Dollar, was etwa 6,5 Prozent der Marktkapitalisierung von Bitcoin entspricht.
Fidelitys FBTC führte die Aktivitäten am Freitag mit Zuflüssen von 77,5 Millionen Dollar an, während ARK 21Shares' ARKB 88 Millionen Dollar hinzufügte. BlackRocks IBIT verzeichnete tägliche Abflüsse von 113,7 Millionen Dollar, die jedoch durch Zuwächse in konkurrierenden Fonds ausgeglichen wurden. Auch Spot Ether ETFs kehrten ihren Trend um und verzeichneten nach drei aufeinanderfolgenden Wochen mit Abflüssen in Höhe von insgesamt etwa 1,74 Milliarden Dollar nun wöchentliche Nettozuflüsse von 312,6 Millionen Dollar.
Institutionelle Nachfrage zeigt Anzeichen der Stabilisierung
Die Rückkehr zu positiven Zuflüssen erfolgt, während institutionelle Investoren erneutes Interesse an regulierten Bitcoin-Investmentvehikeln zeigen. Pinnacle Digest berichtet, dass etwa 59 Prozent der institutionellen Investoren im Jahr 2025 mindestens 10 Prozent ihres Portfolios in Bitcoin und digitale Vermögenswerte investieren. Dies stellt einen erheblichen Anstieg gegenüber den Vorjahren dar und spiegelt das wachsende Vertrauen in Kryptowährungen als zentralen Portfoliobestandteil wider.
Die Abflussperiode fiel mit einem Rückgang des Bitcoin-Preises von Rekordhöhen über 124.000 Dollar zusammen, die im August 2025 erreicht wurden. Marktanalysten führen den Verkaufsdruck auf Gewinnmitnahmen und makroökonomische Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Zinsentscheidungen der Federal Reserve zurück. Die jüngste Umkehr deutet jedoch darauf hin, dass institutionelle Käufer das aktuelle Kursniveau als attraktiven Einstiegspunkt betrachten.
Wir berichteten, dass US-Bitcoin-ETFs ein tägliches Handelsvolumen von fünf bis zehn Milliarden Dollar generieren, das manchmal sogar große Kryptowährungsbörsen übertrifft. BlackRocks IBIT hält etwa 40 Prozent Marktanteil unter den Bitcoin-ETF-Produkten. Diese konzentrierten Zuflüsse in führende Produkte schaffen Preismechanismen, die die breiteren Bitcoin-Marktbewegungen beeinflussen.
Breitere Marktimplikationen für Investitionen in digitale Vermögenswerte
Die Umkehr der ETF-Zuflüsse spiegelt veränderte Dynamiken in der Struktur des Kryptowährungsmarktes wider. Traditionelle Finanzinstitute bevorzugen zunehmend ETF-Strukturen gegenüber direkten Kryptowährungskäufen, da diese regulatorische Anforderungen und Verwahrungsvorschriften besser erfüllen. Dieser Wandel schafft parallele Liquiditätspools, die innerhalb der bestehenden Finanzmarktinfrastruktur operieren.
Die Handelsmuster von Bitcoin haben sich seit der Einführung der ETFs im Januar 2024 verändert. Laut Amberdata findet nun etwa 57,3 Prozent des Bitcoin-Handelsvolumens während der US-Markthandelszeiten statt. Diese Konzentration spiegelt die Dominanz institutioneller Aktivitäten gegenüber der Beteiligung von Privatanlegern wider. Die tägliche Volatilität ist auf 1,8 Prozent gesunken, verglichen mit einem Durchschnitt von 4,2 Prozent vor der ETF-Einführung.
Beobachter des Marktes weisen jedoch darauf hin, dass Konzentrationsrisiken weiterhin bestehen. Etwa 85 Prozent der von ETFs gehaltenen Bitcoin werden von Coinbase verwahrt, was Bedenken hinsichtlich Abhängigkeiten von einem einzigen Anbieter bei Marktstress aufwirft. Die jüngste Abflussperiode zeigte, wie schnell sich die Stimmung unter institutionellen Investoren ändern kann, wobei in nur vier Wochen fast 4,35 Milliarden Dollar aus Bitcoin-ETFs abgezogen wurden.
Analysten prognostizieren, dass eine anhaltende institutionelle Nachfrage in den kommenden Monaten höhere Bitcoin-Bewertungen unterstützen könnte. JPMorgan hält Kursziele von etwa 170.000 Dollar für Ende 2025 aufrecht und verweist auf die Unterbewertung von Bitcoin im Vergleich zu volatilitätsbereinigten Goldniveaus. Die entscheidende Variable bleibt, ob die aktuellen Zuflusstrends anhalten können oder ob zusätzliche makroökonomische Gegenwinde erneuten Verkaufsdruck auslösen werden.
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