Analyse: Kryptowährungssteuer steht an einem Wendepunkt, da die Steuersaison 2026 zum Minenfeld werden könnte
BlockBeats News, 31. Dezember: Mit dem Herannahen des Jahres 2026 stehen US-Krypto-Investoren vor einer völlig veränderten Steuerberichtslandschaft. Mehrere neue Vorschriften treten im Handelsjahr 2025 und in der Steuersaison 2026 in Kraft, die von der Branche gemeinsam als ein „Wendepunkt“ für die Besteuerung von Kryptowährungen bezeichnet werden.
Eine wichtige Änderung ist das Formular 1099-DA. Ab 2025 sind US-zentralisierte Börsen und andere „Broker“ verpflichtet, Verkäufe und Veräußerungen von Krypto-Assets ihrer Nutzer an das IRS zu melden. Die ersten 1099-DA-Formulare werden 2026 verschickt. Anfangs werden die Formulare hauptsächlich den Verkaufsbetrag (Bruttoerlös) enthalten, jedoch nicht die Anschaffungskosten. Wenn Steuerzahler dies nicht selbst klar angeben, kann das IRS standardmäßig von Anschaffungskosten von null ausgehen und automatisch Steuerbescheide ausstellen.
Gleichzeitig wird die „spezifische Identifizierung der Anschaffungskosten“ das bisher übliche „First in, First out“-Verfahren (FIFO) ersetzen. Das IRS schreibt vor, dass jedes Konto einer Handelsplattform oder jede Wallet die Anschaffungskosten separat verfolgen muss. Beim Verkauf dürfen Vermögenswerte nur mit Chargen innerhalb dieser spezifischen Wallet abgeglichen werden. Dies wird erhebliche Auswirkungen auf Nutzer mit mehreren Börsen, DeFi und Self-Custody-Lösungen haben.
Branchen-Steuerexperten weisen darauf hin, dass die Rekonstruktion historischer Hauptbücher und die Organisation aller On-Chain- und Off-Chain-Transaktionsaufzeichnungen eine einmalige, aber äußerst arbeitsintensive Aufgabe sein wird. Obwohl das IRS im Verfahren 2024-28 einen Übergangs-Safe-Harbor bereitgestellt hat, ist das Zeitfenster für die Einhaltung kurz und nur sehr wenige Investoren haben diesen Prozess tatsächlich abgeschlossen.
Steuerexperten warnen, dass ohne frühzeitige Vorbereitung die Steuersaison 2026 aufgrund von Dateninkonsistenzen zu „automatischen Auslösern“ führen könnte. Unter einer datengetriebenen und strengeren Aufsicht des IRS werden proaktive Buchführung, frühzeitige Planung und die Zusammenarbeit mit Steuerexperten, die sich mit Krypto-Assets auskennen, für Krypto-Investoren zu einem „Pflichtkurs“.
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