Delta und United sollen laut Analyst im Jahr 2026 das Wachstum der Fluggesellschaften antreiben, da die Kapazitäten weiterhin kontrolliert bleiben
Fluggesellschaften stehen 2026 vor Wachstum: Premium-Nachfrage und Kapazitätsbeschränkungen prägen die Branche
Mit dem näher rückenden Jahr 2026 navigieren US-Fluggesellschaften in einem Umfeld, das von begrenzter Kapazität und stabiler Nachfrage nach Premium-Services geprägt ist. Diese Ausgangslage dürfte jenen Fluglinien zugutekommen, die über starke Preisstrategien und einen robusten Cashflow verfügen, wodurch sie weniger wettbewerbsfähige Konkurrenten übertreffen können.
Andrew G. Didora, Analyst bei Bank of America Securities, sieht für Fluggesellschaftsaktien einen optimistischen Ausblick für 2026. Als wichtige Treiber für Investoren nennt er maßvolle Kapazitätserweiterungen, anhaltende Nachfrage nach Premium-Angeboten und vorteilhaftere Jahresvergleiche nach der Volatilität Anfang 2025.
Didora ist der Ansicht, dass das sich wandelnde Branchenumfeld großen Netzwerk-Fluggesellschaften einen Vorteil verschafft, die über Preissetzungsmacht, effektive Loyalitätsprogramme und eine gesunde Cash-Generierung verfügen – Faktoren, die entscheidend für überdurchschnittliche Renditen für Aktionäre sind.
Die Restrukturierung von Spirit Aviation Holdings, Inc. (OTC: FLYYQ) ist eine bedeutende Variable am Markt. Sollte Spirit tiefgreifendere Kapazitätskürzungen umsetzen, könnte das daraus resultierende engere Angebot zusätzliche Aufwärtschancen für die Branche bieten.
Analysten-Favoriten und Prognosen
Delta Air Lines, Inc. (NYSE: DAL) sticht als Top-Empfehlung hervor, erhält ein Buy-Rating und ein erhöhtes Kursziel von 80 US-Dollar (zuvor 74 US-Dollar). Didora hebt den branchenführenden Cashflow von Delta und die starke Präsenz im Premium-Segment hervor und prognostiziert für 2026 über 3 Milliarden US-Dollar freien Cashflow. Seine Gewinn-pro-Aktie-Schätzung für 2026 wurde auf 7,30 US-Dollar angehoben, was die wachsende Lücke zwischen Umsatz pro Einheit und Kostensteigerungen widerspiegelt.
Delta dürfte am 13. Januar den Branchenmaßstab für die Gewinne setzen. Didora prognostiziert für das erste Quartal 2026 ein Umsatzwachstum von etwa 5,3 % und ein EPS von 0,73 US-Dollar. Die Aktie wird mit dem rund 6,0-fachen des prognostizierten EV/EBITDAR für 2026 bewertet, was die führende Stellung im Sektor unterstreicht.
United Airlines Holdings, Inc. (NASDAQ: UAL) bleibt ebenfalls mit einem Buy-Rating bewertet, das Kursziel wurde von 120 auf 130 US-Dollar erhöht. United bietet Investoren Zugang zu beschleunigtem Umsatzwachstum pro Einheit, je näher das Jahr 2026 rückt. Da operative Herausforderungen nachlassen und die Nachfrage stark bleibt, wird erwartet, dass United über 2 Milliarden US-Dollar freien Cashflow generiert, unterstützt durch das umfangreiche Netzwerk und die treue Kundenbasis.
Obwohl steigende Personalkosten die Margen belasten könnten, erwartet Didora, dass die anhaltende Umsatzstärke dieses Risiko ausgleicht, was eine 6,0-fache Bewertung des EV/EBITDAR 2026E für United unterstützt.
American Airlines Group Inc. (NASDAQ: AAL) erhält ein Neutral-Rating, das Kursziel wurde von 15 auf 17 US-Dollar angehoben. Während Didora positive Umsatztrends feststellt, bleibt er aufgrund anhaltender Bedenken hinsichtlich der Bilanz vorsichtig. Er erwartet eine Erholung des Umsatzes pro Einheit Anfang 2026, da sich die Jahresvergleiche verbessern und die Leistung in der Hauptkabine stärker wird.
Didora sieht zudem Potenzial für einen zusätzlichen Schub durch bessere wirtschaftliche Bedingungen im Zusammenhang mit der Citi-Karten-Partnerschaft und hebt seine Umsatzwachstumsprognose für 2026 auf etwa 7,5 % an. Das höhere Fremdkapital und die geringeren Margen von American rechtfertigen jedoch eine niedrigere Bewertung im Vergleich zu Delta und United.
Southwest Airlines Co. (NYSE: LUV) wird mit Underperform bewertet, das Kursziel wurde von 28 auf 37 US-Dollar angehoben. Didora erwartet, dass Southwest 2026 von neuen Einnahmequellen wie Gepäckgebühren, Premiumsitzen, Sitzplatzzuweisungen und einem neuen Deal mit Chase profitieren könnte. Seine EPS-Schätzung für 2026 steigt auf 3,60 US-Dollar, aber er warnt davor, dass der Übergang zum Netzwerkmodell Ausführungsrisiken birgt, was eine niedrigere Bewertung rechtfertigt.
Branchenausblick: Preissetzungsmacht und Größe werden die Führenden bestimmen
Didora rechnet damit, dass Fluggesellschaften mit günstigen Bedingungen ins Jahr 2026 starten: Das begrenzte Angebot wird die Preissetzungsmacht stärken und jene belohnen, die sich in der Generierung von Premium-Umsätzen und Reinvestitionen hervorheben.
Delta und United sind dank ihrer Größe und finanziellen Flexibilität als langfristige Gewinner positioniert. Im Gegensatz dazu ist das Wachstumspotenzial von American durch die Verschuldung begrenzt, während Southwest vor Herausforderungen bei der Umsetzung des Strategiewechsels steht. Didora erwartet, dass mit weiter steigender Nachfrage die Unterschiede zwischen den Fluggesellschaften hinsichtlich Preisgestaltung, Cash-Generierung und operativer Umsetzung am deutlichsten werden.
Aktuelle Kursentwicklung
- Delta Air Lines: +1,63 % auf 72,99 US-Dollar
- United Airlines: +2,70 % auf 117,99 US-Dollar
- American Airlines: +0,69 % auf 15,94 US-Dollar
- Southwest Airlines: +1,58 % auf 43,11 US-Dollar
Weiterführende Literatur
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