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Die Kryptomärkte geraten unter Druck, da Bitcoin zum dritten Mal in der Nähe von 94.000 $ abgewiesen wird. Dies löst Gewinnmitnahmen, Liquidationen und erneute kurzfristige Volatilität bei Altcoins aus.
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Trotz des Rückgangs sagen Analysten, dass der übergeordnete Aufwärtstrend bei Bitcoin intakt bleibt, solange der Kurs über 88.000 $ notiert. Dies deutet eher auf eine Konsolidierung als auf eine vollständige Trendumkehr hin.
Der Kryptomarkt befindet sich nach einem starken Wochenauftakt in einer leichten Korrektur. Die gesamte Marktkapitalisierung ist um etwa 1–1,2 % gesunken und liegt nun bei rund 3,17 Billionen US-Dollar, da Händler nach dem wiederholten Scheitern von Bitcoin, den wichtigen Widerstandsbereich von 94.000–94.500 $ zu durchbrechen, Gewinne mitnehmen. Dies ist bereits die dritte Ablehnung von Bitcoin auf diesem Niveau innerhalb von nur fünf Wochen, was während der asiatischen Handelssitzung Verkaufsdruck auslöste und BTC in Richtung 91.500 $ fallen ließ, bevor sich der Kurs stabilisierte.
Der Rücksetzer erfolgt vor dem Hintergrund einer allgemein „risikoarmen“ Stimmung an den Märkten. Auch die US-Aktienfutures gaben leicht nach, was die Vorsicht unter den Händlern verstärkte und zusätzlichen Druck auf Kryptoanlagen ausübte, die in den vergangenen Wochen stark gestiegen waren.
Altcoins schneiden schwächer ab, da die Risikobereitschaft nachlässt
Altcoins erlitten die größten Verluste und entwickelten sich schwächer als Bitcoin, da Anleger risikoreichere Positionen abbauten. XRP, Solana und Dogecoin verzeichneten jeweils stärkere Verluste, wobei XRP um mehr als 6–7 % fiel und damit einen Großteil der jüngsten Monatsgewinne einbüßte. Solche Bewegungen sind typisch für kurzfristige Korrekturen, bei denen Kapital zunächst in vergleichsweise sichere Large-Cap-Assets zurückfließt, bevor das Risiko neu bewertet wird.
Trotz der Rückgänge signalisiert die Gesamtstruktur des Altcoin-Marktes noch keinen vollständigen Trendwechsel. Die Schwäche spiegelt eher eine abkühlende Dynamik als Panik wider.
Liquidationen, ETF-Ströme und Miner-Verkäufe belasten den Markt
Derivate-Märkte verstärkten die Abwärtsbewegung. In den letzten 24 Stunden wurden rund 465 Millionen US-Dollar an Krypto-Futures-Positionen liquidiert, wobei Long-Positionen mehr als die Hälfte davon ausmachten. Dies deutet darauf hin, dass Händler nach dem Anstieg der vergangenen Woche überhebelt waren und gezwungen wurden, ihre Hebelwirkung zu reduzieren, als die Preise nachgaben.
Spot Bitcoin ETFs übten ebenfalls Druck aus und verzeichneten Nettoabflüsse von rund 243 Millionen US-Dollar an einem einzigen Tag. BlackRocks IBIT war der einzige Fonds mit Zuflüssen, während andere Rücknahmen verzeichneten. Hinzu kamen Berichte über Miner-Verkäufe zur Deckung des Liquiditätsbedarfs sowie kleinere BTC-Liquidationen im Zusammenhang mit einem Fall des US-Justizministeriums, was zu einem kurzfristigen Angebotsüberhang auf dem Markt führte.
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Schlüsselniveaus: Wie weit könnte Bitcoin fallen?
Technisch gesehen ist Bitcoin in seine bekannte Handelsspanne aus dem Dezember zwischen etwa 85.000 und 94.500 $ zurückgekehrt. Analysten sind sich weitgehend einig, dass die Entwicklung eher einer Konsolidierung als einem Zusammenbruch ähnelt, solange BTC über dem Bereich von 88.000–90.000 $ bleibt.
Krypto-Analyst Michaël van de Poppe merkt an, dass die Ablehnung bei 94.000 $ zwar heftig aussieht, der übergeordnete Trend aber über 89.500 $ intakt bleibt. Dieses Niveau stimmt mit dem 21-Tage-Durchschnitt und dem seit dem Rebound von Bitcoin ab 80.000 $ bestehenden Aufwärtstrend überein. Ein nachhaltiger Bruch unter diese Zone wäre ein Warnsignal, doch aktuell bleibt die Struktur gesund.
Ali Martinez ergänzt, dass sich ein klarer Trend erst dann abzeichnet, wenn Bitcoin einen Tagesschlusskurs entweder unter 88.000 $ oder über 94.000 $ erreicht. Bis dahin könnten die Kurse kurzfristig volatil bleiben.
Wird sich der Markt erholen?
Trotz der kurzfristigen Schwäche bleibt der Ausblick insgesamt konstruktiv. Bitcoin liegt Anfang 2026 immer noch etwa 6 % im Plus, Ethereum-ETFs ziehen weiterhin Zuflüsse an und die makroökonomischen Bedingungen werden allmählich günstiger. Schwächere US-Arbeitsmarktdaten und steigende Erwartungen an zukünftige Zinssenkungen könnten die Liquidität verbessern – ein Umfeld, das sich in der Vergangenheit als vorteilhaft für Krypto erwiesen hat.
Insgesamt sieht der aktuelle Rückgang eher wie ein gesunder Reset aus als der Beginn eines stärkeren Abschwungs. Die Märkte warten auf einen klaren Auslöser für die nächste Bewegung.
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FAQs
Der Markt korrigiert nach einer starken Rallye, da Bitcoin erneut an der 94.000 $-Marke scheiterte. Dies löste Gewinnmitnahmen, Liquidationen und eine kurzfristige Risikoaversion aus.
Bitcoin konsolidiert und stürzt nicht ab. Solange der Kurs über der Unterstützungszone von 88.000–90.000 $ bleibt, ist die übergeordnete Aufwärtstrendstruktur intakt.
Viele Analysten sehen dies als gesunden Reset. Eine Erholung hängt davon ab, ob Bitcoin die 94.000 $ zurückerobert oder wichtige Unterstützungen hält, während sich die makroökonomischen Bedingungen verbessern.



