Der USD stärkt sich gegenüber Rohstoffwährungen, der DXY bleibt in einer Spanne – Scotiabank
US-Dollar zeigt moderate Stärke bei gemischten Marktsignalen
Der US-Dollar (USD) präsentiert sich gegenüber den meisten wichtigen Währungen mit einem insgesamt festeren Ton, auch wenn der DXY-Index keine signifikanten Gewinne aufweist, da der Euro, der Schweizer Franken und der japanische Yen relativ stabil bleiben, so die Einschätzungen von Shaun Osborne und Eric Theoret, Chief FX Strategists bei Scotiabank.
Vorsichtige Haltung der Fed begrenzt Aufwärtspotenzial des DXY
Deutlichere USD-Zuwächse sind gegenüber Währungen wie dem neuseeländischen Dollar und dem australischen Dollar zu beobachten. Der australische Dollar ist gefallen und hat den NZD mitgezogen, nachdem Äußerungen von RBA-Vizegouverneur Hauser darauf hindeuteten, dass die Zentralbank es nicht eilig habe, die Geldpolitik zu straffen. Währenddessen haben die jüngsten Maßnahmen von Präsident Trump, die Hedgefonds-Aktivitäten im Immobiliensektor zu begrenzen und Rüstungsunternehmen zu höheren Investitionen zu drängen, zu einer schwächeren Stimmung an den globalen Aktienmärkten beigetragen. Diese Risikoaversion verleiht dem USD eine gewisse Unterstützung, während sie auf den australischen und neuseeländischen Dollar drückt.
Trotz dieser Entwicklungen fallen die Kurse von Staatsanleihen überwiegend, was darauf hindeutet, dass die Anlegernachfrage nach sicheren Anlagen begrenzt bleibt. Die gestern veröffentlichten US-Konjunkturdaten zeichneten ein gemischtes Bild und verstärkten die Vorsicht in Bezug auf den Dollar vor dem bevorstehenden Arbeitsmarktbericht. Die ADP-Beschäftigungszahlen blieben hinter den Erwartungen zurück, der ISM-Services-Index übertraf die Prognosen, und die JOLTS-Stellenangebotszahlen waren schwächer als erwartet. Während die Neueinstellungen weiterhin schleppend verlaufen, beschleunigen sich die Entlassungen jedoch auch nicht.
Anfang dieser Woche erklärte das Federal Reserve-Governor Miran, dass in diesem Jahr Zinssenkungen um mehr als 100 Basispunkte notwendig wären. Es ist unwahrscheinlich, dass die neuesten ISM-Daten seinen dovish-Ausblick verändern werden. Aktuell preisen Swaps Zinssenkungen von 59 Basispunkten für das Jahr ein, wobei bis März nur Lockerungen um 11 Basispunkte erwartet werden. Aus technischer Sicht scheint der DXY unterhalb des oberen 98er-Levels begrenzt zu sein. Der USD könnte anfälliger für Veränderungen der Markterwartungen werden, die eine Neubewertung der Fed-Politik hin zu einer aggressiveren Lockerung auslösen würden.
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