Was, wenn die Zölle aufgehoben werden? Keine Sorge, so schnell geht das nicht.
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Zölle entfachen die Kapitalmärkte
Der mit Spannung erwartete Moment steht kurz bevor: Morgen wird der Oberste Gerichtshof der USA voraussichtlich eine Stellungnahme zur Rechtmäßigkeit der Zölle abgeben. Bleiben die Zölle oder werden sie abgeschafft? Werden die Zinsen steigen oder sinken? Und vor allem, was bedeutet das für die US-Aktienmärkte?
Laut einem Bericht von CNBC hat der Oberste Gerichtshof der USA offiziell den Freitag (Ostküstenzeit) als Tag der Urteilsverkündung festgelegt. Das bedeutet, dass das mit Spannung erwartete Urteil über die Zölle bereits diese Woche verkündet werden könnte. Im Vorfeld hat sich der S&P 500 Index bereits um etwa 40 % von seinem Tiefpunkt erholt und neue Höchststände erreicht.
CNBC ist der Ansicht, dass diese starke Entwicklung hauptsächlich von erneuertem Vertrauen in KI sowie von der optimistischen Erwartung an einen teilweisen Rückzug der Zölle durch die Trump-Regierung getragen wird. Der Fokus des Marktes liegt derzeit vor allem darauf: Sollten die Zölle für rechtswidrig erklärt werden, dürfte sich die Logik der kurzfristigen Vermögensbewertung deutlich umkehren, auch wenn langfristige Unsicherheiten bestehen bleiben.
Konkret im Bereich der Aktienwerte hat laut dem Chefaktienstratege der Wells Fargo Bank eine Abschaffung der Zölle das Potenzial, den Gewinn vor Zinsen und Steuern der S&P-Komponenten im laufenden Jahr um etwa 2,4 % gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Besonders profitieren würden Branchen, die stark auf Importe angewiesen sind und hohe Steuerlasten tragen, wie Konsumgüter (z. B. Bekleidung, Spielzeug, Haushaltswaren) sowie Industrie- und Transportsektoren. Hier könnten sich Kosten- und Gewinnunsicherheiten erheblich verringern.
Im Gegensatz dazu könnten Rohstoffbranchen und Teile der inländischen Fertigungsindustrie, die bisher durch protektionistische Maßnahmen geschützt waren, durch den Wegfall von Preisschranken ins Hintertreffen geraten.
Der Anleihemarkt steht jedoch vor einer komplizierteren Situation. Laut dem Strategie-Team von JPMorgan kann die Abschaffung der Zölle zwar den Inflationsdruck mindern, bedeutet jedoch auch, dass die Regierung eine wichtige Einnahmequelle verliert. Dies birgt das Risiko, dass neue Sorgen über das Bundeshaushaltsdefizit aufkommen, was wiederum die Renditen langfristiger Staatsanleihen steigen lassen und die Zinsstrukturkurve steiler machen könnte.
Das Team von Morgan Stanley sieht dies hingegen anders und empfiehlt Investoren, die konkreten Zeitpunkte und das Volumen potenzieller Steuererstattungen genau im Auge zu behalten, da dies den Emissionsbedarf von Staatsanleihen direkt beeinflusst. Ein anfänglicher Ausverkauf am Anleihemarkt könnte zwar relativ deutlich, aber auch nur von kurzer Dauer sein. Am Ende könnte es sogar zu einer “Kaufe-die-Fakten”-Rallye kommen, die die Renditen erneut drückt.
Jason ist der Meinung, dass die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Abschaffung der Zölle gering ist. Wahrscheinlicher ist ein Kompromiss, etwa eine weitere Übergangsfrist, damit Trump die Zustimmung des Kongresses einholen kann, oder das Beibehalten der aktuellen Zölle ohne die Möglichkeit, dass das Weiße Haus zusätzliche Zölle erhebt. Möglich ist auch, wie es JPMorgan vorschlägt, dass Trump bestehende, temporäre oder vergleichbare Verfahren wie die Section 301-Untersuchung nutzt, um auf legalem Wege Zölle zu erhöhen. Doch unabhängig vom Szenario wird sich am grundlegenden Kurs des US-Handelsprotektionismus nichts ändern. Nach kurzfristigen Schwankungen wird der Aktienmarkt schnell wieder zu den beiden Hauptthemen KI und Unternehmensgewinne zurückkehren. Daher glaube ich nicht, dass das morgige Zolleurteil langfristige Auswirkungen haben wird. Wahrscheinlich gibt es auch kurzfristig keine Überraschungen, selbst wenn es zu Schwankungen kommt, dürfte sich der Markt rasch erholen.
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