AUD/USD fällt, da der US-Dollar aufgrund von Arbeitsmarktdaten zulegt und die australische Inflation enttäuscht
AUD/USD handelt am Freitag schwächer, wobei das Währungspaar zum Zeitpunkt des Schreibens um 0,6680 notiert und damit 0,23 % im Tagesverlauf verliert. Die Bewegung spiegelt hauptsächlich die erneute Unterstützung für den US Dollar (USD) wider, vor dem Hintergrund gemischter makroökonomischer Veröffentlichungen in den Vereinigten Staaten (US), während der Australische Dollar (AUD) durch nachlassende Erwartungen an geldpolitische Straffungen in Australien belastet bleibt.
Der US Dollar wird nach der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten für Dezember in den Vereinigten Staaten gestützt. Zahlen des Bureau of Labor Statistics zeigten, dass die Beschäftigung langsamer zunahm, mit nur 50.000 neu geschaffenen Arbeitsplätzen, was die Markterwartungen verfehlte. Die Arbeitslosenquote sank jedoch auf 4,4 %, während das Lohnwachstum anzog. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen im Monatsvergleich um 0,3 % und im Jahresvergleich um 3,8 %, was darauf hindeutet, dass der Lohndruck trotz einer allmählichen Abkühlung am Arbeitsmarkt anhält. Insgesamt deuten die Daten auf eine US-Wirtschaft hin, die sich moderat verlangsamt, aber relativ widerstandsfähig bleibt.
Vor diesem Hintergrund bleiben die Erwartungen an die Geldpolitik vorsichtig. Investoren glauben, dass die Federal Reserve (Fed) sich vor weiteren Lockerungen Zeit lassen kann. Die Märkte erwarten weitgehend, dass die Zinsen auf der Januarsitzung unverändert bleiben, während die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im März zurückgegangen ist. Dieser Ausblick unterstützt den US Dollar und begrenzt das Aufwärtspotenzial für AUD/USD.
Auch die US-Verbraucherstimmung gibt dem Greenback indirekt Unterstützung. Der vorläufige University of Michigan Consumer Sentiment Index stieg im Januar auf den höchsten Stand seit mehreren Monaten, während die ein- und fünfjährigen Inflationserwartungen hoch bleiben. Diese Faktoren verstärken die Ansicht, dass die Fed auch in einem schwächeren Wachstumsumfeld wachsam gegenüber Inflationsrisiken bleiben muss.
Auf australischer Seite steht der Australische Dollar nach enttäuschenden Inflationsdaten unter Druck. Die Verbraucherpreisindex (CPI)-Daten für November zeigten eine stärkere als erwartete Verlangsamung, wobei die jährliche Inflation auf 3,4 % zurückging. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass Investoren ihre Erwartungen an eine kurzfristige geldpolitische Straffung durch die Reserve Bank of Australia (RBA) zurückgenommen haben. Laut Reuters wird die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung auf der Februarsitzung nun als gering eingeschätzt.
Die Kombination aus einem durch relativ solide Wirtschaftsdaten gestützten US Dollar und einem durch nachlassende Straffungserwartungen geschwächten Australischen Dollar belastet AUD/USD. Solange die Märkte weiterhin eine vorsichtige Fed und eine lockerere Haltung der RBA einpreisen, dürfte die fundamentale Tendenz für das Währungspaar weiter abwärts gerichtet bleiben.
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