Wurden die US-Arbeitsmarktdaten vorzeitig durchgesickert? Trumps Social-Media-Kanal „verrät“ versehentlich den entscheidenden Beschäftigungsbericht
BlockBeats Nachrichten, am 10. Januar, veröffentlichte der US-Präsident Trump am Donnerstagabend Ortszeit auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social ein Diagramm, das wichtige, noch nicht veröffentlichte US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) enthielt – fast einen Tag vor der offiziellen Veröffentlichung. Dies löste Aufmerksamkeit an den Märkten und in der Öffentlichkeit aus.
Das Diagramm zeigt, dass seit Januar dieses Jahres im US-Privatsektor 654.000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden, während im öffentlichen Sektor 181.000 Stellen abgebaut wurden. Die entsprechenden Daten sollten ursprünglich am Freitag zusammen mit dem Non-Farm Payrolls-Bericht für Dezember offiziell vom US-Arbeitsministerium veröffentlicht werden. Das Weiße Haus reagierte anschließend und erklärte, dass es sich um ein „unbeabsichtigtes Verhalten“ handele und kündigte eine Überprüfung der Veröffentlichung und Embargoregelungen für Wirtschaftsdaten an.
Beamte des Weißen Hauses erklärten, dass der Präsident laut Gesetz bestimmte Wirtschaftsdaten vorab erhalten dürfe. Ein Teil der im Diagramm verwendeten Daten stamme aus einer legalen Vorabinformation, dürfe jedoch während der Embargofrist nicht öffentlich gemacht werden. Trump selbst erklärte, er trage keine Verantwortung und sagte: „Lasst sie es einfach veröffentlichen.“
Bemerkenswert ist, dass Trump nicht zum ersten Mal wegen vorzeitiger Andeutungen oder Veröffentlichungen von Non-Farm Payrolls-Daten für Kontroversen sorgt. Auf Marktebene kam es nach dem Vorfall nur zu leichten Schwankungen bei den US-Aktienindex-Futures während der ruhigen Handelszeiten, ohne dass bislang deutliche Auffälligkeiten zu beobachten waren.
Analysten warnen, dass solche Vorfälle das Vertrauen des Marktes in die Neutralität und Glaubwürdigkeit offizieller US-Wirtschaftsdaten schwächen könnten. Diane Swonk, Chefökonomin von KPMG, betonte, dass das vorzeitige Durchsickern sensibler Daten die Fairness am Markt beeinträchtigen und Investoren dazu veranlassen könnte, „die Social-Media-Signale des Präsidenten vor der offiziellen Veröffentlichung zu interpretieren“, was das Volatilitätsrisiko erhöht.
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