Der kanadische Milliardär und Minen-Mogul Frank Giustra hat erneut gegen Bitcoin ausgeteilt und argumentiert, dass die führende Kryptowährung den Titel "digitales Gold" nicht verdient habe.
Sein Hauptargument ist, dass Bitcoin derzeit ein spekulativer Vermögenswert sei, der von "Dogmen" angetrieben werde.
In seinem jüngsten Beitrag nimmt er gezielt "Bitcoin-Maximalisten" wie Michael Saylor ins Visier und beschuldigt sie eines gefährlichen finanziellen Evangelismus, der unerfahrene Investoren gefährde.
"Ständige Identitätskrise"
Giustra argumentiert, dass die Befürworter von Bitcoin ständig ihre Geschichte ändern, um die Kursentwicklung zu rechtfertigen.
Er behauptet, "digitales Gold" sei lediglich der jüngste Marketing-Schwenk nach dem Scheitern anderer Narrative.
Dem Milliardär zufolge begann Bitcoin als "Währung" (Zahlungen), scheiterte an den Gebühren und schwenkte auf einen "Inflationsschutz" um, scheiterte erneut und hat sich nun auf "digitales Gold" festgelegt.
"Bitcoin ist eine Anlageklasse in einer ständigen Identitätskrise. Deshalb wird das Narrativ immer wieder angepasst, um den Hype am Leben zu halten", sagte er.
"Kult" des Maximalismus
Giustras größter Kritikpunkt ist der "Fanatismus" der Bitcoin-Befürworter und nicht die Technologie selbst.
Er hat insbesondere Saylor hervorgehoben, dem er laut Giustra verantwortungslose Ratschläge vorwirft (wie etwa Menschen zu empfehlen, ihre Häuser zu beleihen, um Bitcoin zu kaufen).
"Bitcoin-Maxis sind die Marktschreier des Informationszeitalters, die Eintrittskarten für eine Show verkaufen, die nicht auf dem beworbenen Produkt basiert, sondern auf der Gutgläubigkeit des Publikums", sagte er.
"Smart Money" wählt Gold
Schließlich entkräftet Giustra das Argument "Bitcoin ist die Zukunft", indem er darauf verweist, was die mächtigsten Akteure der Welt tatsächlich tun.
Milliardäre machen auf CNBC Werbung für Bitcoin, während Zentralbanken (die BRICS-Staaten und andere) still und heimlich physisches Gold horten, um den US-Dollar zu umgehen.
Für Giustra ist dies der eigentliche "globale finanzielle Neustart" und Bitcoin lediglich eine Ablenkung.
"Die Wahrheit ist, dass seit jeher derjenige, der das Gold besitzt, die Regeln macht", sagte er.

