Bernstein: Derzeit ist ein entscheidendes Zeitfenster für die Verabschiedung des Clarity-Gesetzes; wenn nicht bald ein Kompromiss erzielt wird, steigt das Risiko einer Verzögerung oder eines Scheiterns des Gesetzes.
BlockBeats berichtet am 12. Januar, dass das Wall-Street-Institut Bernstein in seinem neuesten Analysebericht darauf hinweist, dass das Zeitfenster für die Verabschiedung des US-Gesetzes zur Marktstruktur von Kryptowährungen sich rasch schließt, da Gesetzgeber mit zunehmenden Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Bankensektor und der Kryptoindustrie hinsichtlich der Erträge aus Stablecoins konfrontiert sind.
Analyst Gautam Chhugani erklärte in einem am Montag an Kunden gerichteten Bericht, dass die Kerninhalte des „Clarity Act“ (einschließlich der Unterscheidung zwischen digitalen Waren und Wertpapieren sowie der Regulierung von DeFi) zwar umstritten seien, diese Themen jedoch den Fortschritt des Gesetzes voraussichtlich nicht behindern werden. Der Analyst ist der Ansicht, dass das Hauptproblem darin besteht, dass Vertreter des Bankensektors versuchen, Krypto-Plattformen daran zu hindern, Erträge auf Stablecoin-Guthaben anzubieten. Obwohl der im vergangenen Jahr von Präsident Trump unterzeichnete „GENIUS Act“ (hauptsächlich auf Stablecoins ausgerichtet) es Stablecoin-Emittenten untersagt, Erträge direkt auszuzahlen, dürfen Krypto-Plattformen und ihre verbundenen Unternehmen weiterhin Erträge an Nutzer ausschütten (in der Regel mit einer jährlichen Rendite von 2 % bis 4 %).
Der Analyst erklärte, dass der Bankensektor diese Anreize als Bedrohung für traditionelle Einlagen betrachtet, da der Stablecoin-Markt von derzeit über 275 Milliarden US-Dollar auf mehrere Billionen US-Dollar anwachsen und zu einem „systemisch wichtigen“ Bereich werden könnte. Die Kryptoindustrie argumentiert hingegen, dass eine erneute Diskussion dieses Themas den hart erkämpften legislativen Kompromiss des „GENIUS Act“ untergraben und wettbewerbsfeindlich sowie marktwidrig sei.
Der Analyst betonte, dass beide Seiten dieses Thema als unüberwindbare rote Linie betrachten und dass ein Scheitern, rasch einen Kompromiss zu erzielen, das Risiko einer Verzögerung oder eines Scheiterns des Gesetzes erhöht. Bernstein fügte hinzu, dass das politische Timing entscheidend sei und das Gesetz spätestens im zweiten Quartal 2026 Fortschritte machen müsse, um nicht von den Dynamiken der Zwischenwahlen beeinträchtigt zu werden. Das Unternehmen erklärte, dass die krypto-freundliche Haltung der Trump-Regierung der Branche Vorteile bringe, warnte jedoch, dass anhaltende Streitigkeiten über die Erträge den Fortschritt dennoch zum Stillstand bringen könnten. Chhugani betonte, dass dies derzeit das „entscheidende Zeitfenster“ sei.
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