Die Untersuchung des Justizministeriums gegen Powell wirft eine entscheidende Frage auf: Wie werden die Zinssätze beeinflusst werden?
DOJ-Ermittlung gegen Powell wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Zinsentscheidungen der Fed haben
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Obwohl die Untersuchung des Justizministeriums (DOJ) gegen den Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell, einige Besorgnis ausgelöst hat, wird nicht erwartet, dass sie den kurzfristigen Kurs der Federal Reserve in Bezug auf die Zinspolitik beeinflusst.
Wichtigste Punkte
- Die Untersuchung des DOJ gegen Fed-Chef Jerome Powell hat die Markterwartungen bezüglich der bevorstehenden Zinsentscheidung der Federal Reserve nicht verändert.
- Anleger schätzen die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung auf der Fed-Sitzung am 28. Januar weiterhin nur auf 5 %, ein Wert, der seit Bekanntwerden der Untersuchung konstant geblieben ist.
- Zinsentscheidungen werden durch ein Komitee in einem festgelegten Verfahren getroffen, und es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass die Untersuchung diesen Prozess stören wird.
Warum die Untersuchung des DOJ Aufmerksamkeit erregt
Das Justizministerium hat eine strafrechtliche Untersuchung gegen Jerome Powell, den Chef der Federal Reserve, eingeleitet – ein ungewöhnliches Ereignis, das kurz vor der nächsten Zinsentscheidung der Zentralbank stattfindet. Angesichts der Schlagzeilen ist es naheliegend, sich zu fragen, ob diese Entwicklung die bevorstehenden Maßnahmen der Fed beeinflussen könnte.
Die Zinsentscheidungen der Federal Reserve wirken sich direkt auf die persönlichen Finanzen aus, da sie sowohl die Zinserträge auf Ersparnisse als auch die Kosten von variabel verzinsten Krediten, wie beispielsweise Kreditkarten, beeinflussen. Ob die aktuellen Nachrichten die Zinspolitik beeinflussen werden, hängt vom internen Entscheidungsprozess der Fed ab und davon, ob es Gründe gibt zu glauben, dass sich dieser Prozess ändern könnte.
Warum das bedeutsam ist
Große Nachrichten rund um die Federal Reserve können den Eindruck erwecken, dass die Zinsentwicklung plötzlich unsicher ist. Allerdings hat diese Untersuchung weder die Erwartungen hinsichtlich der nächsten Schritte der Fed noch das Entscheidungsverfahren verändert.
Märkte bleiben bei den Chancen einer Zinssenkung im Januar stabil
Trotz der DOJ-Untersuchung sind die Markterwartungen hinsichtlich der nächsten Schritte der Fed stabil geblieben. Die Anleger sehen weiterhin nur eine geringe Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung bei der bevorstehenden Sitzung, bei der die Zentralbank am 28. Januar ihre Entscheidung bekannt geben wird. Die Terminmärkte sehen derzeit nur eine 5%ige Chance für eine Zinssenkung im Januar – derselbe Wert wie vor Bekanntwerden der DOJ-Untersuchung.
Mit Blick auf die folgenden Sitzungen steigen die Erwartungen an Zinssenkungen, wie die unten stehende Grafik zeigt. Die aktuelle Marktbewertung deutet jedoch darauf hin, dass die Fed ihren Leitzins frühestens in der Juni-Sitzung um mindestens einen viertel Prozentpunkt senken könnte.

Warum der geldpolitische Entscheidungsprozess der Fed unverändert bleibt
Ein Grund dafür, dass sich die Markterwartungen nicht verändert haben, ist, dass eine strafrechtliche Untersuchung nicht gleichbedeutend mit einer Festnahme oder einer offiziellen Anklage ist und die Arbeit der Federal Reserve nicht automatisch beeinträchtigt. Powell wird weiterhin erwartet, die kommende Sitzung zu leiten, und der Zeitplan sowie die Abläufe der Zentralbank bleiben unverändert.
Noch wichtiger ist, dass Zinsentscheidungen kollektiv vom Federal Open Market Committee (FOMC) getroffen werden und nicht allein vom Vorsitzenden. Das Komitee stützt seine Entscheidungen auf aktuelle ökonomische Indikatoren wie Inflation und Beschäftigungszahlen, und es gibt keinen Hinweis darauf, dass ein nicht zusammenhängender rechtlicher Vorgang Einfluss darauf hätte, wie die Mitglieder den richtigen Kurs für die Zinspolitik bestimmen.
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