- Fidelity prognostiziert einen Bitcoin-Superzyklus, da der institutionelle Zugang die Vierjahreszyklen in Frage stellt.
- CZ verbindet einen möglichen Krypto-Superzyklus mit einer Lockerung der SEC-Prüfungsschwerpunkte und US-Politiksignalen.
- Die Bitcoin-Superzyklus-These bleibt ungewiss, wobei makroökonomische Kräfte die Kursbewegungen antreiben.
Fidelity, das mehr als 5 Billionen Dollar an Vermögenswerten verwaltet, hebt die zunehmende Diskussion hervor, dass Bitcoin sich in einem „Superzyklus“ befinden könnte. Im Krypto-Marktausblick 2026 von Fidelity Investments wird darauf hingewiesen, dass einige Investoren inzwischen das traditionelle Vierjahres-Preisrhythmus von Bitcoin infrage stellen. Das Unternehmen beschreibt frühere Zyklus-Hochs in den Jahren 2013, 2017 und 2021, gefolgt von starken Einbrüchen.
Fidelity skizziert zudem die Idee des „Superzyklus“ als einen mehrjährigen Bullenmarkt, der über einen typischen Zyklus hinausgeht und ausgeprägte Bärenmarkt-Bedingungen vermeidet. Im Ausblick wird angemerkt, dass Investoren eine neue Zyklusstruktur möglicherweise erst später im Jahr 2026 bestätigen, sobald mehr Daten vorliegen.
Der Ausblick warnt zudem, dass Investoren einen Regimewechsel oft erst dann benennen, wenn er bereits stattgefunden hat. Fidelity erklärt, dass Händler ein neues Muster eventuell erst weit im Jahr 2026 bestätigen könnten. Im Ausblick wird die Debatte mit breiteren Eigentumsverschiebungen verknüpft, einschließlich eines größeren Zugangs durch regulierte Vehikel sowie eines verstärkten Interesses von Regierungen und Unternehmen.
CZ verweist auf SEC-Prüfung und CLARITY Act Markup
Changpeng „CZ“ Zhao hat die Diskussion um den Superzyklus mit einem X-Post am 10. Januar 2026 ergänzt: „Ich könnte mich irren, aber ein Super Cycle steht bevor.“ Er verband den Kommentar mit sich ändernden US-Politiksignalen und wies gleichzeitig auf Unsicherheit bezüglich der Ergebnisse hin.
Der Beitrag folgte auf die Veröffentlichung der Prüfungsprioritäten 2026 der SEC Division of Examinations im November 2025. Die SEC enthielt keinen eigenen Abschnitt für Krypto-Assets und erklärte, dass die veröffentlichten Prioritäten nicht alle potenziellen Prüfungsbereiche abdecken. Reuters berichtete, dass die Behörde stattdessen Themen wie Treuepflicht, Verwahrung und Datenschutz in den Vordergrund stellte, anstatt sich ausschließlich auf Kryptounternehmen zu konzentrieren.
Die SEC-Prioritäten hoben zudem Bereiche wie Cybersicherheit und KI-bezogene Risiken hervor. Das Dokument ermutigt Unternehmen, ihre Kontrollen und Offenlegungen zu überprüfen, da der Technologieeinsatz zunimmt. Gesetzgeber haben sich zudem mit Krypto-Gesetzgebung befasst, die von den Märkten verfolgt wird.
Der GENIUS Act wurde am 18. Juli 2025 zum Gesetz und schuf einen bundesweiten Rahmen für Zahlungs-Stablecoins. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf H.R. 3633, den Digital Asset Market Clarity Act aus dem Jahr 2025. Der Bankenausschuss des Senats hat laut offiziellem Kalender und Ankündigung eine Exekutivsitzung und Markup für den 15. Januar 2026 angesetzt.
Bitcoin-Kursentwicklung und ETF-Ströme testen institutionelle Nachfrage
Bitcoin wurde am 12. Januar 2026 nahe 90.900 US-Dollar gehandelt, nachdem die Kryptowährung während der Sitzung zwischen etwa 90.351 und 92.484 US-Dollar schwankte. Die Handelsspanne lenkte die Aufmerksamkeit darauf, ob Käufer den Verkaufsdruck aufnehmen können, während sich der Markt nach der Volatilität Ende 2025 anpasst.
Spot-Bitcoin-ETFs bleiben dabei ein zentraler Bezugspunkt in dieser Diskussion. Ein aktuelles Marktupdate bezifferte die kumulierten Nettozuflüsse seit dem US-Start 2024 auf rund 56,65 Milliarden US-Dollar, mit einem Gesamtnettovermögen von etwa 117,66 Milliarden US-Dollar. Anfang 2026 zeigen sich gemischte Handelstage, mit wechselnden Zuflüssen und Abflüssen – ein Zeichen für sich verändernde Anlegerpositionierungen.
Die täglichen Flussdaten können Stimmungs- und Positionswechsel schneller anzeigen als längerfristige Summen. Auch klassische Finanzunternehmen bauen weiterhin Krypto-gebundene Produkte aus. Morgan Stanley etwa hat bei der SEC ETFs beantragt, die an bitcoin und Solana gekoppelt sind – was auf anhaltendes Interesse großer Banken hinweist.
Befürworter der Superzyklus-These sehen in diesem Trend eine breitere Verteilung und regulierten Zugang, während andere Faktoren wie Zinssätze, Liquidität und allgemeine Risikobereitschaft als weiterhin entscheidend für die Richtung der Kryptopreise betrachten.

