Mit wachsender makroökonomischer Unsicherheit bereiten schwache Kennzahlen den Top-Caps Sorgen.
Diese Spannung zeigte sich in dieser Woche deutlich. Sie begann damit, dass der Verbraucherpreisindex (CPI) unter den Erwartungen lag, was den Markt sofort bullisch stimmte.
Das Ergebnis?
Klassische Sweeps wurden an den Börsen ausgelöst.
Short Squeeze treibt BTC auf 95.000 $
Über 500 Millionen Dollar an Short-Positionen wurden liquidiert, was den größten Short Squeeze seit dem Crash im Oktober markiert. Währenddessen stieg Bitcoin [BTC] um 4,57% und schloss den Tag bei etwa 95.000 $, ein Niveau, das zuletzt Mitte November erreicht wurde.
Die größere Frage ist nun, ob diese Rallye Bestand haben wird.
Technisch gesehen konsolidierte BTC fast sieben Wochen lang um die 90.000 $, bevor es höher in die 95.000 $-Spanne vordrang – ein klassisches Post-Range-Expansion-Muster. Dennoch erscheint eine saubere v-förmige Erholung unwahrscheinlich.
Mit Blick nach vorne bringt das für den 14. Januar angesetzte Urteil des Obersten Gerichtshofs zur Zollfrage ein neues makroökonomisches Risiko, das potenziell ein Loch in die Staatseinnahmen reißen und das auslösen könnte, was einige als einen großen „fiskalischen Schock“ bezeichnen.
Matt Mena, Crypto Research Strategist bei 21Shares, sagte gegenüber AMBCrypto,
„Das für diesen Mittwoch erwartete Urteil des Obersten Gerichtshofs zur föderalen Zollkompetenz wird sowohl für den Dollar als auch für Risikoanlagen ein massiver Volatilitätstreiber sein.“
Er fuhr fort,
„Unterdessen bewegen sich in D.C. die GENIUS- und CLARITY-Gesetze auf entscheidende Abstimmungen im Senat zu; die Formalisierung eines US-DeFi-Rahmens und der Marktstruktur für digitale Vermögenswerte würde das institutionelle 'Gütesiegel' liefern, das für die nächste Phase des Bullenzyklus benötigt wird.“
Vor diesem Hintergrund steht Bitcoins Rallye vor einem echten Test. Tatsächlich deuten On-Chain-Kennzahlen und das Verhalten der Wale darauf hin, dass BTC nicht unbeschadet durchkommen wird, sodass die nächsten Stunden mit erhöhter Volatilität zu rechnen ist.
On-Chain-Daten zeigen, dass Bitcoins Momentum weiterhin spekulativ ist
Im aktuellen makroökonomischen Umfeld ist eine Divergenz das Letzte, was sich Bullen wünschen.
Doch genau das ist derzeit bei Bitcoin der Fall. Bei genauerem Hinsehen wies CoinMarketCap darauf hin, dass abgesehen von Strategy [MSTR] die meisten BTC-DATs einen Schritt zurück gemacht haben, wodurch die Unternehmensnachfrage weitgehend zurückhaltend bleibt.
Inzwischen hob CryptoQuant den steigenden Druck auf wichtige Unterstützungsniveaus hervor, da neue BTC-Wale tiefer in nicht realisierte Verluste geraten und ihr nicht realisiertes Gewinn-Verhältnis zum ersten Mal seit Mai 2022 unter Null fällt.
Bemerkenswert ist, dass diese Bewegung damals zu einem Rückgang von fast 70% bei Bitcoin führte.
Dennoch erscheint eine Wiederholung unwahrscheinlich, da die Nachfrage nach ETFs weiterhin stark ist.
Die aktuellen Zuflüsse deuten jedoch – wie CoinMarketCap anmerkt – darauf hin, dass das Momentum von BTC eher durch Derivate als durch Spot-Ansammlungen getrieben wird.
Mena merkte an,
„Bitcoin wird als internationale Reserve neu bepreist, die gegenüber staatlichen Grenzstreitigkeiten gleichgültig bleibt. Diese 'Neutralität' wird durch rekordniedrige Börsenreserven und eine stetige Rückkehr der ETF-Zuflüsse untermauert, die den Vermögenswert effektiv unabhängig von kurzfristigen Zinsvolatilitäten preislich absichern.“
Diese „Divergenz“ kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt. Da die Volatilität vor der Zollentscheidung zunimmt, könnten diese spekulativen Zuflüsse ein weiteres großes Liquiditätsereignis auslösen und die um die CPI-Daten aufgebaute Zuversicht rasch wieder abbauen.
Fazit
- Spekulative On-Chain-Flüsse & Verluste bei Walen machen Bitcoin anfällig, wobei das Momentum stärker von Derivaten als von Spot-Ansammlungen getrieben wird.
- Steigende makroökonomische Volatilität im Vorfeld der Zollentscheidung könnte ein Liquiditätsereignis auslösen und den durch den Verbraucherpreisindex (CPI) ausgelösten Optimismus rasch wieder zunichte machen.




