Krypto: Polygon möchte eine regulierte Zahlungsplattform in den Vereinigten Staaten werden
Polygon ist bereits für seine Skalierungslösungen auf Ethereum bekannt. Die Kryptoplattform strebt nun an, eine regulierte Zahlungsplattform in den Vereinigten Staaten zu werden. Dieser strategische Wandel wird durch bedeutende Übernahmen bestätigt, die es ermöglichen, Dienstleistungen anzubieten, die mit den US-Finanzvorschriften konform sind.
Kurz gefasst
- Polygon möchte eine regulierte Krypto-Zahlungsinfrastruktur in den Vereinigten Staaten werden
- Die Plattform will Stablecoin-Transfers und alltägliche Zahlungen einfacher und kompatibel mit US-Anforderungen gestalten.
Ein strategischer Wendepunkt für Polygon: Übernahmen und Regulierung
Polygon möchte nicht länger nur eine technische Infrastruktur für DeFi und NFT sein. Es will zu einem rechtlich anerkannten Akteur für Krypto-Zahlungen in den Vereinigten Staaten werden. Die neue Strategie stützt sich auf zwei entscheidende Schritte. Zunächst hat Polygon Labs Coinme übernommen, ein amerikanisches Unternehmen, das bereits im Bereich Krypto-Zahlungen reguliert ist. Anschließend vervollständigt die Übernahme von Sequence, einem Spezialisten für Blockchain-Zahlungsinfrastrukturen, diesen Ansatz.
Dank dieser Übernahmen erhält Polygon Geldtransferlizenzen in 48 US-Bundesstaaten. Dies eröffnet die Tür zu Finanzdienstleistungen, die den KYC- (Know Your Customer) und AML- (Anti-Money Laundering) Standards entsprechen, sowie zu groß angelegten Funktionen für Fiat-Krypto-Konvertierung.
Der CEO von Polygon Labs hob dies selbst auf X hervor. Für ihn bringen diese Übernahmen „die fehlenden Puzzleteile“, damit die Plattform vollständige und regulierte Krypto-Zahlungen anbieten kann.
Dieser Wendepunkt folgt einer Logik der proaktiven Einhaltung statt der Konfrontation mit Behörden. In einem Markt, in dem der regulatorische Druck groß ist, setzt Polygon auf Integration statt auf Vermeidung.
Stablecoins und Zahlungen: eine neue Priorität
Die Entwicklung von Polygon ist nicht nur rechtlicher, sondern auch funktionaler Natur. Eine der wichtigsten Chancen, die das Unternehmen identifiziert hat, betrifft Stablecoins. Polygon will das Wachstum von Stablecoin-Transaktionen nutzen, insbesondere im Kontext von grenzüberschreitenden Zahlungen und Abwicklungen zwischen Unternehmen.
Stablecoins helfen, die typische Volatilität von Kryptos wie Bitcoin oder Ethereum zu vermeiden. Sie bilden somit eine ideale Grundlage für regelmäßige Zahlungen, sei es zwischen Unternehmen oder zwischen Verbrauchern. Durch die Integration von Stablecoin-Zahlungen in einen regulierten Rahmen will Polygon traditionelle Akteure im Finanzzahlungsverkehr anziehen.
Diese Strategie passt perfekt zu Polygons übergeordnetem Ziel. Die Plattform möchte tatsächlich eine „Open Money Stack“-Infrastruktur schaffen, mit der sich Wert so einfach wie Daten bewegen lässt.
Die Wahl der Vereinigten Staaten als Hauptplattform für diesen Rollout ist kein Zufall. Das Land stellt den größten Finanzmarkt weltweit dar, ist aber auch einer der anspruchsvollsten in Bezug auf Krypto-Regulierung. Eine starke regulatorische Präsenz auf dem Gebiet stärkt die Legitimität von Polygon. Der Rahmen rund um Stablecoins wird außerdem seit der Verabschiedung des GENIUS Act im Jahr 2025 klarer, der „payment stablecoins“ regelt und autorisierte Emittenten definiert.
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