Die Republik Moldau macht einen Schritt in Richtung klarer Bitcoin- und Kryptoregulierung im Jahr 2026 und bewegt sich damit auf eine Angleichung an europäische Richtlinien zu.
Ein neuer Gesetzentwurf des Finanzministers des Landes, der klare und sichere Kryptoregelungen bringen soll, wird voraussichtlich in Kürze veröffentlicht und zur öffentlichen Konsultation eingereicht.
Moldau ist noch kein Mitglied der EU, arbeitet aber aktiv an der Mitgliedschaft, mit Reformen in Schlüsselbereichen wie Wirtschaft, Sicherheit, Rechte und neuerdings auch bei der Regulierung des digitalen Vermögenssektors.
Der Finanzminister der Republik Moldau strebt 2026 einen vollständigen rechtlichen Rahmen für Krypto an
Nach den neuesten Berichten der moldauischen Mainstream-Presse arbeitet der Finanzminister des Landes, Andrian Gavriliță, daran, in diesem Jahr einen vollständigen und klaren rechtlichen Rahmen für Krypto in einer sicheren Umgebung umzusetzen.
In einer nationalen Fernsehsendung sprach er über einen Gesetzentwurf zur Kryptoregulierung, der zusammen mit wichtigen staatlichen Institutionen entwickelt wird, darunter:
- Die Nationalbank der Republik Moldau
- Die Nationale Kommission für Finanzmärkte
- Der Dienst zur Prävention und Bekämpfung von Geldwäsche
Der neue Rechtsrahmen soll folgende Ziele erreichen:
- Klarheit
- Bürger*innenschutz
- Staatliche Kontrolle
- Unterstützung der Entwicklung des Kryptomarktes
Auswirkungen der neuen Kryptoregulierung
Das neue Gesetz wird Folgendes festlegen:
- Wer Krypto-Transaktionen durchführen darf
- Wer Krypto in moldauische Lei/Fremdwährungen umwandeln darf
- Welche Unternehmen eine Autorisierung zur Tätigkeit am Kryptomarkt erhalten
Zugleich wird der neue rechtliche Rahmen nicht erlauben, Krypto als Zahlungsmittel im Land zu nutzen, aber der Besitz und Handel von Krypto wird legal sein.
Steuerregelung
Der Finanzminister hob ebenfalls eine neue Steuerregelung hervor:
- Das Halten von Krypto wird nicht besteuert.
- Kryptogewinne unterliegen einer Steuer von 12 %, ähnlich wie andere ertragsgenerierende Tätigkeiten.
Neue Kryptoregulierung angesichts von Sicherheits- und Geldwäscherisiken
Gavrilițas neue Vorschläge erfolgen vor dem Hintergrund von Risiken im Zusammenhang mit Sicherheit und Geldwäsche im Land.
Eine aktuelle Untersuchung zu einem Fall von Hochverrat und Spionage zeigt, dass eine Gruppe russischer Staatsbürger an der Organisation feindlicher Aktivitäten gegen das Land beteiligt war, moldauische Bürger rekrutierte und ein Agentennetzwerk im Land aufbaute.
Der Fall betraf die Schaffung von Kanälen zum Transfer von Geld aus Russland nach Moldau, um subversive Operationen gegen die Interessen und die Sicherheit des Landes zu finanzieren.
Die Kanäle für illegale Geldtransfers umfassten Krypto und das HAWALA-System, das grenzüberschreitende Transfers außerhalb traditioneller Banken über dunkle Kanäle ermöglicht.
Dieser Fall wurde vom Finanzminister Moldaus erwähnt, der auf die Verwundbarkeiten des Landes angesichts eines fehlenden klaren rechtlichen Rahmens für Krypto hinwies.
Er strebt eine Legalisierung der Digital-Asset-Industrie an, während er gleichzeitig die Nutzung von Krypto für illegale Finanzierung und Geldwäsche verhindern möchte.
Gavriliță hob auch den spekulativen Charakter von Krypto hervor und empfahl Vorsicht bei Investitionen in diesem Bereich.
Moldaus Bekenntnis zu EU-Vorschriften
Dieser jüngste Schritt des Landes spiegelt sein Bekenntnis zu EU-Vorschriften wider, und Gavriliță ist der Ansicht, dass Krypto nicht einfach verboten werden kann, sondern stattdessen in einem klaren und sicheren Rahmen reguliert werden sollte.
Die Kryptoregulierung in Moldau scheint sich auf eine Angleichung an das EU-Krypto-Regelwerk zuzubewegen, das bereits in Mitgliedstaaten wie Rumänien und anderen umgesetzt wurde.
Moldaus Krypto-Reise begann vorsichtig, und 2017 warnte die Nationalbank vor den damit verbundenen Risiken. 2018 kam es zu einem Politikwechsel, der den Kryptohandel erlaubte, aber Zahlungen verbot.
Das Verbot wurde 2022 mit Geldstrafen durchgesetzt, und im darauffolgenden Jahr verlagerte sich der Fokus auf Sicherheit mit strikter AML-Durchsetzung und Betrugsermittlungen.
Globale Bemühungen zur Umsetzung klarer und sicherer Kryptoregeln
Die Kryptoregulierung in Moldau erfolgt vor dem Hintergrund einer steigenden globalen Akzeptanz und Bemühungen, weltweit klarere und sicherere Rahmenbedingungen für die Branche zu schaffen.
Die Kryptoindustrie hat ein enormes Potenzial, Vorteile zu bringen, kann aber gleichzeitig auch Kriminelle anziehen, weshalb in dem sich ständig entwickelnden Ökosystem eine stärkere Regulierung notwendig ist.
Rumänien ist eines der besten Beispiele in der Region und zeigt, dass die Kryptoszene in einem stärker regulierten Umfeld sicher gedeihen kann. Hoffentlich wird Moldau demselben Weg folgen.

