Die Übernahme von Soho House im Wert von 1,3 Mrd. Pfund ist nach einer eiligen Finanzierungssicherung wieder auf Kurs.
Soho House: Übernahme wieder auf Kurs nach Finanzierungszusage
Soho House, das 1995 erstmals seine Türen in der Greek Street in London öffnete, steht erneut im Mittelpunkt von Übernahmegesprächen, nachdem ein Buyout-Angebot in Höhe von 1,8 Milliarden US-Dollar (1,3 Milliarden Pfund) wiederbelebt wurde. Das erneute Interesse folgt auf einen Wettlauf, zusätzliche Finanzmittel zu sichern.
Der exklusive Mitgliederclub, der mittlerweile an der New York Stock Exchange gelistet ist, hat eine neue Finanzierungszusage in Höhe von 200 Millionen US-Dollar erhalten. Dieses frische Kapital ermöglicht es dem Unternehmen, den Plan umzusetzen, gemeinsam mit der amerikanischen Hotelgruppe MCR Hotels an die Börse zurückzukehren.
Im Rahmen der aktualisierten Vereinbarung wird Morse Ventures – kontrolliert vom MCR-CEO Tyler Morse – 50 Millionen US-Dollar beisteuern, während MCR selbst weitere 50 Millionen US-Dollar bereitstellt.
Soho House hat außerdem seine Schuldenregelungen neu verhandelt und die Kreditlinien mit Apollo und Goldman Sachs von 150 Millionen auf 220 Millionen US-Dollar erhöht. Gleichzeitig wird Apollo seine Eigenkapitalbeteiligung an dem Deal reduzieren.
Wichtige Anteilseigner, darunter der Gastronom Richard Caring, haben zugestimmt, ihre Investitionen beizubehalten, was den Gesamtbedarf an neuen Mitteln um 50 Millionen US-Dollar reduziert.
Diese Umstrukturierung erfolgt nur eine Woche, nachdem MCR, dem sowohl das Retro-TWA Hotel am JFK Airport als auch der BT Tower in London gehören, angekündigt hatte, die zuvor zugesagten 200 Millionen US-Dollar nicht bereitstellen zu können. Diese Ankündigung hatte Zweifel an der Übernahme aufkommen lassen und führte zu einem starken Rückgang des Soho-House-Aktienkurses. Nachdem die überarbeitete Finanzierung bestätigt wurde, erholte sich die Aktie jedoch wieder.
Seit seinen Anfängen als einzelner Veranstaltungsort in London ist Soho House auf 46 Standorte weltweit gewachsen. Im August gab das Unternehmen Pläne bekannt, die Börse zu verlassen, nachdem eine Einigung über die Übernahme durch eine von MCR angeführte Gruppe erzielt wurde.
Zu den namhaften Investoren des Deals gehören der Schauspieler Ashton Kutcher sowie Soho-House-Gründer Nick Jones und Executive Chairman Ron Burkle, die beide ihre Anteile behalten.
Das Buyout, das mit 9 US-Dollar pro Aktie bewertet ist, stellt einen Aufschlag von 83% gegenüber dem aktuellen Handelspreis des Unternehmens dar, liegt aber immer noch unter den 13 US-Dollar pro Aktie, die beim New Yorker Börsengang 2021 erzielt wurden.
Expansion und Herausforderungen
Diese Übernahme ist die jüngste in einer Reihe von spektakulären Deals für Tyler Morse, der nach seiner Karriere als Skilehrer und Gepäckträger ein Hotel-Imperium aufgebaut hat. Anfang 2024 erwarb MCR den ikonischen BT Tower in London für 275 Millionen Pfund und plant, das Wahrzeichen in ein von Thomas Heatherwick entworfenes Hotel umzuwandeln.
In den vergangenen dreißig Jahren ist Soho House zu einem globalen Netzwerk privater Clubs herangewachsen. Das schnelle Wachstum führte jedoch zu Beschwerden von Mitgliedern über Überfüllung und einen wahrgenommenen Verlust an Exklusivität.
Als Reaktion darauf stoppte Soho House vorübergehend die Aufnahme neuer Mitglieder in seinen Clubs in London, New York und Los Angeles. Inzwischen nimmt das Unternehmen wieder neue Mitglieder auf und hat weitere Standorte eröffnet, darunter Soho Mews House und Soho Farmhouse Ibiza.
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