Ethereum erhöht den Datendurchsatz mit dem jüngsten Skalierungs-Update
Ethereum erweitert Datenkapazität zur Unterstützung des Netzwerkwachstums
Ethereum, bekannt als die weltweit zweitgrößte Blockchain, hat kürzlich das Volumen der gleichzeitig verarbeitbaren Daten erhöht.
Obwohl diese Anpassung erwartet und relativ geringfügig war, spielt sie eine bedeutende Rolle dabei, wie Ethereum die steigende Nachfrage von dezentralen Anwendungen bewältigt. Sie gibt zudem Einblick in die Skalierungsstrategie des Netzwerks, während die Nutzeraktivität weiterhin zunimmt.
Früher in dieser Woche erklärte Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin, dass die jüngsten Upgrades Ethereum zu einem „grundlegend neuen und leistungsfähigeren dezentralen Netzwerk“ gemacht hätten, das gleichzeitig Sicherheit, Dezentralisierung und Skalierbarkeit erreichen könne.
Blobs: Verbesserung der Datenverarbeitung für Layer-2-Lösungen
Die neuesten Verbesserungen konzentrieren sich auf ein Feature namens Blobs. Dieser Mechanismus stellt sicher, dass Transaktionsdaten von Layer-2-Rollups – wie Base, Optimism, Arbitrum und Mantle – zuverlässig auf der Ethereum-Hauptkette veröffentlicht werden.
Rollups ermöglichen es, Transaktionen außerhalb des Hauptnetzwerks von Ethereum zu verarbeiten und dennoch von dessen Sicherheit zu profitieren. Dieser Ansatz wird auch für datenschutzorientierte Zero-Knowledge-Rollups wie zkSync Era, StarkNet und Scroll verwendet.
Jüngstes Netzwerk-Upgrade: Erhöhung der Blob-Kapazität
Am Dienstagabend implementierte Ethereum seinen zweiten geplanten Blob Parameter Only (BPO) Fork, wodurch das Blob-Ziel des Netzwerks von 10 auf 14 und das Blob-Limit von 15 auf 21 erhöht wurde.
Blobs funktionieren, indem sie Rollup-Daten allen Netzwerkteilnehmern für einen festgelegten Zeitraum zugänglich machen, wodurch die Transaktionsverifizierung und Zustandsbestätigung ohne vertrauenswürdige Dritte ermöglicht wird.
Alternative Lösungen für Datenverfügbarkeit
Plattformen wie Celestia, EigenDA und Avail bieten alternative Methoden zur Veröffentlichung von Rollup-Daten. Diese Lösungen erfordern jedoch manchmal ein Ausbalancieren zwischen tieferer Ethereum-Integration, höherem Durchsatz oder geringeren Kosten.
Seit dem ersten Fusaka BPO Fork ist die Nachfrage nach Blobs stetig gestiegen, liegt aber weiterhin deutlich unter der Kapazität, was darauf hindeutet, dass die Datenebene von Ethereum noch ausreichend Wachstumspotenzial hat.
Laut Datenvisualisierungen von GrowThePie bleibt die durchschnittliche Blob-Nutzung weiterhin unter dem Zielwert, selbst wenn die gesamten Blob-Gebühren allmählich steigen. Das deutet darauf hin, dass die Rollup-Aktivität zwar wächst, sie jedoch noch nicht durch das verfügbare Angebot begrenzt ist.
Dieser Trend stützt Ethereums Ansatz, die Datenverfügbarkeit schrittweise zu erhöhen, um Überlastungen zu verhindern, bevor sie zum Problem werden.
Skalierung durch flexibles Design
Von Decrypt befragte Experten sind der Ansicht, dass dieser Fork zeigt, wie Ethereum durch die dynamische Anpassung seiner Kapazität skalieren kann.
„Der BPO2 Fork verdeutlicht, dass die Skalierbarkeit von Ethereum jetzt von Parametern und nicht mehr von festen Verfahren abhängt. Der Blob-Speicherplatz ist weit davon entfernt, ausgeschöpft zu sein, und das Netzwerk kann den Durchsatz einfach durch die Modifikation der Kapazität steigern“, erklärte Andrew Gross, Spezialist für technische Kommunikation bei Blockscout, einem Open-Source-Block-Explorer für auf Ethereum Virtual Machine basierende Chains, gegenüber Decrypt.
Vorteile des Upgrades
- Gleichmäßigere Rollup-Gebührenmuster
- Erhöhter Daten-Spielraum
- Ein System, das seine Skalierung in Echtzeit anpasst
Gross merkte außerdem an, dass die modulare Struktur von Ethereum es nun ermöglicht, die Datenverfügbarkeit als flexible Ressource und nicht mehr als begrenzenden Faktor zu verwalten. „Ethereum ist effektiv zu einer anpassungsfähigen Basisschicht geworden, die mit der Nachfrage wachsen kann und dabei Dezentralisierung und Koordinationsstabilität aufrechterhält“, sagte er.
Auswirkungen auf Rollups und Gebühren
Christine Erispe, Developer Advocate bei Ethereum Philippines, erklärte Decrypt, dass dieser scheinbar kleine Fork einen bemerkenswerten Einfluss haben könnte, sobald Blobs zum Engpass werden. „Es bietet zusätzliche Kapazität für Rollups, die häufig nahe am Ziel operieren“, sagte sie.
Sie fügte hinzu: „Das bedeutet, dass mehr L2-Batches im gleichen Zeitraum verarbeitet werden können oder dass die gleiche Anzahl von Batches zu einem niedrigeren marginalen Blob-Preis abgewickelt werden kann. Eine Erhöhung des Ziels verringert auch die Wahrscheinlichkeit, am Kapazitätsmaximum zu operieren – genau dann, wenn Rollups die höchsten Blob-Gebührenspitzen und die unvorhersehbarsten Batch-Zeiten erleben.“
Erispe erläuterte weiter, dass das Update zeigt, dass Ethereum unmittelbare Skalierungsbedürfnisse von Rollups durch kontinuierliche Anpassung der Datenverfügbarkeit adressieren kann, dies jedoch nur ein Teil eines umfassenderen Fahrplans ist. „Diese Parameteranpassungen geben Ethereum eine größere operative Flexibilität“, sagte sie und deutete an, dass solche strukturellen Änderungen eine Schlüsselrolle in der langfristigen Entwicklung von Ethereum spielen könnten.
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