USD bleibt in der Nähe des 100-Tage-Durchschnitts, während Volatilität droht – Scotiabank
Der US-Dollar (USD) zeigt sich in der aktuellen Sitzung kaum verändert. Eine leichte Erholung des Dollar Index (DXY) gestern hält den Index in einer engen Spanne um den 100-Tage-Durchschnitt (98,58). Dennoch könnte das bislang ruhige, von niedriger Volatilität geprägte Handelsumfeld in den kommenden Tagen erschüttert werden, berichten Shaun Osborne und Eric Theoret, die leitenden FX-Strategen von Scotiabank.
Nominierung des Fed-Vorsitzenden und Gerichtsentscheidungen im Fokus
„Es besteht die Möglichkeit, dass Präsident Trump seine Nominierung für den Fed-Vorsitzenden noch vor Ende der nächsten Woche bekannt gibt. Seine Wahl dürfte höchstwahrscheinlich den Wunsch der Regierung nach einer deutlich lockereren Geldpolitik widerspiegeln. Gouverneur Miran sagte gestern, dass in diesem Jahr weitere Zinssenkungen von über 100 Basispunkten nötig seien. Und gestern kündigte der Oberste Gerichtshof an, dass er am Freitag Urteile zu ausstehenden Fällen verkünden wird.“
„Das könnte eine Entscheidung zu IEEPA-Zöllen bedeuten – einer der wichtigsten politischen Maßnahmen von Trump. Das Gericht zeigte sich skeptisch gegenüber den Argumenten der Regierung zur Unterstützung von reziproken und fentanylbezogenen Zöllen unter dem IEEPA. Sollte diese Maßnahme gekippt werden, hätte die Regierung zwar andere Möglichkeiten, die Zölle erneut einzuführen, dies könnte jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen und der USD könnte als Reaktion auf eine solche Entscheidung nachgeben (geringere Handelsunsicherheit, geringerer Preisdruck, wenn auch nur vorübergehend).“
„Die meisten wichtigen Währungen weichen im Tagesverlauf um weniger als +/-0,1% gegenüber dem USD ab. Der MXN ist ein leichter Outperformer – mit einem Anstieg von etwas über 0,1%. Die Aktienmärkte zeigen sich uneinheitlich, während die Kernanleihemärkte überwiegend fester tendieren und die Renditen in Europa um 4-6 Basispunkte fallen. Die US-Staatsanleihen bleiben jedoch ein wenig zurück. Technisch gesehen gehen wir weiterhin davon aus, dass die DXY-Gewinne im oberen Bereich um 98 (200-Tage-Durchschnitt bei 98,88) wieder abebben.“
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