US Spot Bitcoin ETFs starten mit rekordverdächtigen Zuflüssen in das Jahr 2026
Schneller Überblick
- US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in den ersten beiden Handelstagen des Jahres 2026 Zuflüsse von über 1,2 Milliarden US-Dollar.
- Analysten sagen, dass eine anhaltende ETF-Nachfrage einen langfristigen Angebotsengpass auslösen könnte.
- Morgan Stanley hat Anträge zur Auflegung von Bitcoin- und Solana-ETFs gestellt und verschärft damit den Wettbewerb unter den Vermögensverwaltern.
US-Spot-Bitcoin-Exchange-Traded-Funds (ETFs) sind mit außergewöhnlicher Dynamik ins Jahr 2026 gestartet und verzeichnen Zuflüsse, die – sollte der Trend anhalten – die Gesamtsummen des Vorjahres deutlich übertreffen könnten.
Eric Balchunas, leitender ETF-Analyst bei Bloomberg, sagte, die Fonds „starten 2026 wie ein Löwe“, und wies darauf hin, dass allein in den ersten beiden Handelstagen des Jahres mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar in Spot-Bitcoin-ETFs geflossen sind. Nahezu jeder Fonds verzeichnete Zuflüsse, wobei der WisdomTree Bitcoin Fund (BTCW) die einzige Ausnahme bildete.
Die Spot-Bitcoin-ETFs starten 2026 wie ein Löwe, +1,2 Milliarden Dollar Zuflüsse in den ersten beiden Tagen des Jahres, und jeder profitiert davon. Das entspricht einer Jahresrate von 150 Milliarden Dollar. Ich habe euch gesagt, wenn sie bei Regen 22 Milliarden aufnehmen können, stellt euch vor, was passiert, wenn die Sonne scheint. pic.twitter.com/YdRaLN0Op7
— Eric Balchunas (@EricBalchunas) 6. Januar 2026
Balchunas ergänzte, dass die Beibehaltung dieses Tempos auf etwa 150 Milliarden US-Dollar Zuflüsse für das Jahr hinauslaufen würde – eine Zahl, die etwa sechsmal höher wäre als die gesamten Zuflüsse im Jahr 2025.
ETF-Nachfrage stärkt die Marktstruktur
An US-Börsen gelistete Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten im Jahr 2025 Nettozuflüsse von 21,4 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang gegenüber 35,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024, wobei BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) an der Spitze lag.
Der Schwung nahm in dieser Woche erneut zu, wobei der Nettozufluss von 697 Millionen US-Dollar am Montag den größten Tageszufluss seit fast drei Monaten darstellte. Der Anstieg fiel mit Bitcoins Rückgewinnung und Halten der 90.000-Dollar-Marke nach einem volatilen Jahresende 2025 zusammen.
Fabian Dori, Chief Investment Officer bei Sygnum, sagte, die ETF-Nachfrage werde für die Marktdynamik von Bitcoin zunehmend wichtiger. Er erklärte, dass anhaltende ETF-Käufe das zirkulierende Angebot allmählich absorbieren und damit eher die Voraussetzungen für einen langfristigen Nachfrageschock schaffen könnten als für kurzfristige spekulative Aktivitäten.
Dennoch deuteten erste Daten am Dienstag darauf hin, dass das Momentum nachlassen könnte, nachdem es zu einem bemerkenswerten Abfluss beim Fidelity Bitcoin Fund kam – eine Entwicklung, deren Bestätigung durch die Zahlen von BlackRock noch aussteht.
Morgan Stanley steigt in das Krypto-ETF-Geschäft ein
Als weiterer Impuls für die bullishe Stimmung reichte Morgan Stanley am Dienstag bei der US-Börsenaufsicht einen Antrag zur Auflegung von Bitcoin- und Solana-ETFs ein und reiht sich damit neben Branchengrößen wie BlackRock und Fidelity ein.
Dem Antrag zufolge wird der Morgan Stanley Bitcoin Trust den Spotpreis von Bitcoin abbilden und weder Hebelprodukte noch Derivate einsetzen.
Balchunas begrüßte diesen Schritt und nannte ihn eine strategische Entscheidung.
„Sie verwalten rund 8 Billionen US-Dollar an Beratungsvermögen und haben Beratern bereits die Allokation in Bitcoin genehmigt,“
sagte er. „Es ist sinnvoll, ein eigenes Markenprodukt anzubieten, statt Gebühren an Wettbewerber zu zahlen.“
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