Das Verfahren zur Erstattung von Zöllen wird vor dem Urteil des Obersten Gerichtshofs online gestellt.
US-Importeure profitieren von vereinfachten Zollrückerstattungen
Amerikanische Unternehmen, die Waren importieren, können sich auf einen reibungsloseren Ablauf bei der Erstattung von Zöllen freuen.
Am Dienstag kündigte die U.S. Customs and Border Protection (CBP) ein bedeutendes Upgrade ihres Rückerstattungssystems an. Ab dem 6. Februar werden alle Rückerstattungstransaktionen elektronisch abgewickelt, und das Finanzministerium wird keine Schecks mehr ausstellen. Laut CBP soll dieser Übergang das Risiko von Betrug verringern und fehlerhafte Zahlungen minimieren.
„Durch die Verbesserung der Automated Commercial Environment (ACE) können wir sichere digitale Rückerstattungen, schnellere Auszahlungen, weniger Fehler und ein einfacheres Erlebnis für Importeure, Broker und Rückerstattungsempfänger anbieten“, erklärte Susan Thomas, amtierende Executive Assistant Commissioner für das Office of Trade der CBP.
Die Modernisierung umfasst eine sichere Online-Plattform für die Autorisierung von Rückerstattungen und einen vereinfachten Prozess für Importeure zur Einrichtung ihrer Konten.
Supreme Court-Entscheidung wirft Schatten auf Zölle
Diese Entwicklung fällt zusammen mit der Ankündigung des Supreme Court, dass Freitag ein Meinungsverkündungstag sein wird, was die Veröffentlichung einer Entscheidung bezüglich der globalen Zollpolitik von Präsident Donald Trump bedeuten könnte. Das Gericht gibt im Voraus nicht bekannt, welche Entscheidungen bei der geplanten Veröffentlichung um 10 Uhr getroffen werden.
Im Mittelpunkt des Falls stehen die sogenannten „Liberation Day“-Zölle, die Trump unter Nutzung von Notstandsbefugnissen nach dem International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) verhängt hat – ein Gesetz, das zuvor nicht zur Erhebung von Einfuhrsteuern genutzt wurde.
Selbst wenn das Supreme Court gegen die Trump-Regierung entscheidet, würden nicht zwangsläufig alle Zölle aufgehoben. Abgaben auf Stahl und Aluminium (festgelegt auf 50 %) sowie zusätzliche Zölle auf Produkte wie Holz, Möbel und Kupfer würden weiterhin bestehen bleiben.
Zölle als Verhandlungsmittel im Handel
Trump hat stets betont, dass diese Zölle für die Durchsetzung seiner Handelsziele unerlässlich sind, insbesondere um andere Nationen zu Neuverhandlungen von Abkommen im Sinne der Vereinigten Staaten zu bewegen. „Ich hoffe, sie tun das Beste für unser Land. Ich hoffe, sie treffen die richtige Entscheidung“, bemerkte Trump kürzlich in einer Ansprache vor Republikanern im Repräsentantenhaus im Kennedy Center. „Der Präsident muss die Möglichkeit haben, mit Zöllen zu verhandeln.“
Zolleinnahmen und mögliche Auswirkungen
Die CBP berichtete im Dezember, dass seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit 200 Milliarden US-Dollar an Zolleinnahmen gesammelt wurden. Von diesem Betrag könnten etwa 88 Milliarden US-Dollar an bis Oktober erhobenen Einfuhrabgaben durch die Entscheidung des Supreme Court beeinflusst werden. In Erwartung des Urteils haben Unternehmen, die auf importierte Waren angewiesen sind, wie Costco, Klagen gegen die US-Regierung eingereicht.
Historischer Kontext der Zollrückerstattungen
Ende der 1990er Jahre zahlte die US-Regierung bereits einmal Zollrückerstattungen an Importeure, doch der Prozess war langwierig und zog sich für einige über mehr als zwei Jahre hin.
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