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Eine geklärte Stablecoin-Frage steht wieder zur Debatte, während der Senat sich auf die Abstimmung vorbereitet

Eine geklärte Stablecoin-Frage steht wieder zur Debatte, während der Senat sich auf die Abstimmung vorbereitet

AMBCryptoAMBCrypto2026/01/07 23:05
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Von:AMBCrypto

Der Bankenausschuss des US-Senats wird in der nächsten Woche sein lang erwartetes Gesetz zur Marktstruktur beraten. 

Damit wird die Debatte darüber wieder eröffnet, ob Stablecoin-Emittenten Belohnungen anbieten dürfen – eine Frage, die der Kongress zuvor bereits im Rahmen des GENIUS Act behandelt hatte.

Der erneute Fokus auf Stablecoin-Belohnungen ist erst spät im Gesetzgebungsprozess aufgekommen. Dadurch entsteht Unsicherheit in einem Bereich, von dem Branchenvertreter annahmen, dass er bereits geklärt sei. 

Das Ergebnis der Markup-Sitzung könnte beeinflussen, wie Stablecoins im Zahlungsverkehr und im Onchain-Handel konkurrieren, während die Gesetzgeber den Rahmen für digitale Vermögenswerte finalisieren.

Stablecoin kehrt auf die Tagesordnung zurück

Im Rahmen des GENIUS Act hat der Kongress Leitplanken für Stablecoins geschaffen, ohne Belohnungen zu verbieten. Diese Struktur sollte den Verbraucherschutz mit Innovationen im digitalen Zahlungsverkehr ausbalancieren. 

Die erneute Prüfung des Themas im Zusammenhang mit dem umfassenderen Marktstrukturgesetz birgt das Risiko, zuvor erzielte Kompromisse in der Gesetzgebung erneut aufzurollen.

Die Markup-Sitzung des Bankenausschusses des Senats in der nächsten Woche wird darüber entscheiden, ob Bestimmungen zur Einschränkung von Belohnungen hinzugefügt, entfernt oder vor dem weiteren Gesetzgebungsverfahren klargestellt werden. 

Die Gesetzgeber haben bisher noch keinen Konsens signalisiert, was die Möglichkeit für späte Änderungen offenlässt.

Zahlungsökonomie im Zentrum der Debatte

Befürworter von Stablecoin-Belohnungen argumentieren, dass es dabei weniger um finanzielle Stabilität, sondern vielmehr um Wettbewerb im Zahlungsverkehr geht. 

In einem Beitrag warnte Faryar Shirzad, Chief Policy Officer bei Coinbase, dass die erneute Diskussion über Belohnungen die Wahlmöglichkeiten der Verbraucher beeinträchtigen könnte, da der Handel zunehmend onchain erfolgt.

Shirzad argumentierte, dass Stablecoins in erster Linie mit Kartennetzwerken und anderen Zahlungsinfrastrukturen konkurrieren und nicht mit Bankkrediten. 

Er verwies auf Daten, die zeigen, dass US-Banken erhebliche Einnahmen aus zahlungsbezogenen Aktivitäten erzielen, einschließlich Kartengebühren und Zinsen auf Reserven, und stellte die Ablehnung von Belohnungen als Versuch dar, diese Einnahmequellen zu schützen.

Belege zu Einlagen und Kreditvergabe

Das Argument, dass Stablecoin-Belohnungen Einlagen bei lokalen Banken abziehen könnten, wurde ebenfalls durch empirische Forschung in Frage gestellt. 

Shirzad verwies auf eine Studie von Charles River Associates, die keinen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Wachstum von USDC und Einlagen bei lokalen Banken feststellen konnte, was darauf hindeutet, dass beide unterschiedliche Nutzer und Anwendungsfälle bedienen.

Auch wissenschaftliche Forschung kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Studien der Cornell University zeigen, dass Stablecoins die Kreditvergabe der Banken nicht wesentlich verringern und dass Belohnungen deutlich über den derzeitigen Angeboten liegen müssten, um Einlagen spürbar zu beeinflussen. 

Die aktuellen Belohnungssätze am Markt liegen weiterhin deutlich unter diesen Schwellenwerten.

Weitreichende Auswirkungen auf den US-Dollar

Über den inländischen Zahlungsverkehr hinaus hat die Debatte auch geopolitische Implikationen. 

Shirzad verwies auf Entwicklungen in anderen Ländern, darunter Chinas Experimente mit zinsbringenden Funktionen im digitalen Yuan, als Hinweis darauf, dass die Einschränkung von Belohnungen die Wettbewerbsfähigkeit des US-Dollars im Onchain-Handel schwächen könnte.

Auch wenn solche Argumente umstritten sind, verdeutlichen sie, dass Stablecoin-Politik zunehmend im Kontext von Führungsansprüchen im Zahlungsverkehr und Währungseinfluss gesehen wird – und nicht nur als Krypto-Regulierung.

Wie es weitergeht

Die Markup-Sitzung des Bankenausschusses im Senat wird darüber entscheiden, ob das Marktstrukturgesetz die Behandlung von Stablecoin-Belohnungen nach dem GENIUS Act beibehält oder die Frage für weitere Verhandlungen erneut öffnet. 

Jede Änderung könnte sich ripple-artig auf eine Branche auswirken, die bisher von regulatorischer Kontinuität ausgegangen ist.

Der erneute Aufschwung der Belohnungsdebatte unterstreicht derzeit die Fragilität von Kompromissen in späten Gesetzgebungsphasen. 

Während der Kongress die Regeln für digitale Vermögenswerte finalisiert, bleiben selbst zuvor geklärte Fragen weiterhin offen für Änderungen – mit Auswirkungen darauf, wie Stablecoins im US-Finanzsystem genutzt, bewertet und angenommen werden.

Abschließende Gedanken

  • Die Rückkehr der Stablecoin-Belohnungsdebatte vor der Markup-Sitzung des Senats in der kommenden Woche zeigt, wie späte gesetzgeberische Änderungen regulatorische Unsicherheiten erneut hervorrufen können – selbst bei Themen, die vom Kongress bereits behandelt wurden.
  • Wie die Gesetzgeber mit Belohnungen umgehen, könnte den Wettbewerb im digitalen Zahlungsverkehr prägen und beeinflussen, ob sich Stablecoins als verbraucherorientierte Zahlungsinstrumente weiterentwickeln oder auf eine begrenztere Rolle beschränkt bleiben.

 

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