Lenovo veranstaltete eine Tech-Gala im Sphere, mit faltbaren Smartphones und sogar faltbaren Laptops|CES
Flexibel anpassungsfähig Obwohl Lenovo im traditionellen Bild meist mit ernsten und langweiligen Unternehmensrechnern assoziiert wird – als wären ThinkPad und anthrazitgraue Serverracks das gesamte Erscheinungsbild dieses PC-Giganten.
Doch auf der diesjährigen CES hat Lenovo auf der eigenen Lenovo Tech World eine Vielzahl neuer Produkte vorgestellt – die Erstpräsentation im riesigen Sphere von Las Vegas war voller Technikflair, und die Produkte selbst sind ebenfalls ziemlich beeindruckend.
Wie in den vergangenen Jahren gab es auf der Lenovo Tech World erneut zahlreiche Unternehmensprodukte wie das ThinkSystem SR675i Cluster-Server, gleichzeitig wurden aber auch viele Neuigkeiten vorgestellt, die eng mit den eigenen Consumer-Produkten verknüpft sind.
▲ Bild|YouTube @Lenovo
Das wohl emotionalste Highlight war jedoch die Rückkehr der Flaggschiff-Produktlinie von Motorola.
Ein großes Foldable in der einen, ein Flaggschiff in der anderen Hand
Obwohl das 2019 erschienene moto razr 2019 als Wegbereiter der modernen Foldables gilt, hielt sich Motorola stets an das Prinzip „still und leise Geld verdienen“ und konzentrierte sich weiterhin auf kleine Foldables (Flip), anstatt am boomenden Markt für große Foldables (Fold) teilzunehmen.
Natürlich hängt dies mit Motorolas Überlegungen zur Positionierung der modernen moto-Produktlinie zusammen, aber nach fünf Jahren der Razr-Entwicklung und einer ausreichenden Nutzerbasis wurden die Rufe nach einem bezahlbaren großen Foldable von moto immer lauter.
Das auf der diesjährigen CES Lenovo Tech World vorgestellte Motorola Razr Fold ist genau die direkte Antwort auf diese Nachfrage.
Da die Lenovo-Veranstaltung auf der CES jedoch keine offizielle Veröffentlichung war, wurden nur begrenzte technische Daten bekannt gegeben; die entscheidenden Details wie Preis und genauer Verkaufsstart bleiben noch geheim.
Das neue Motorola Razr Fold folgt dem Trend der besonders dünnen Foldables vom letzten Jahr, verzichtet aber auf einen komplett vertikalen Rahmen und behält – wie das moto X70 Air – eine leichte Rundung im Rahmen:
Auch das Außendisplay des Razr Fold ähnelt stark dem des X70 Air und misst 6,6 Zoll; das Innendisplay ist ein 8 Zoll großes 2K-LTPO-Panel. Damit sind die Display-Parameter auf Augenhöhe mit den aktuellen Foldables, die Faltlinie bleibt wie bei der moto razr-Serie unauffällig, und es könnte sogar das erste moto-Handy mit Always-on-Display über das gesamte Panel werden.
▲ Bild|Android Authority
Interessant ist: Seit Samsung beim Galaxy Z Fold7 auf den Stylus verzichtet hat, scheinen andere Marken plötzlich auch beim Thema Stylus nachzuziehen. Das Razr Fold unterstützt den neuen Moto Pen Ultra, der ebenfalls auf der CES vorgestellt wurde.
Zusammen mit der bisherigen moto G Stylus-Serie ist Motorola nun eine der weltweit einzigen Marken, die sowohl Barren- als auch Foldable-Smartphones mit Stylus-Unterstützung anbietet –sowohl Barren- als auch Foldable-Smartphones unterstützen den Stylus.
▲ Bild|Motorola
Zur Kameraausstattung ist bislang nur bekannt, dass das Razr Fold drei 50-Megapixel-Sensoren besitzt, darunter ein 3-fach-Periskop-Teleobjektiv. In Anbetracht der bisherigen Kamera-Algorithmen von Motorola sollte die Bildqualität mit dem Z Fold7 mithalten können.
Weitere Details zur Hardware wie technische Ausstattung, Akkukapazität, Speicheroptionen etc. wurden noch nicht veröffentlicht, ebenso der Preis; ein Launch wird für Sommer oder Q3 dieses Jahres erwartet.
Neben dem großen Foldable wird Motorola auch die Flaggschiff-Barren-Smartphone-Produktlinie neu auflegen, um die bislang zu großen Unterschiede zwischen der moto g-Serie, edge-Serie und razr-Serie auszugleichen.
Dieses neue Barren-Flaggschiff ist das neueste Mitglied der moto-Serie: moto Signature – ein High-End-Modell, das auf den Markt über 7.000 Yuan zielt.
Laut bereits veröffentlichten Informationen übernimmt das moto Signature das Design der edge-Serie (in China X-Serie), verwendet eine 2×2-Kamerakonfiguration in der linken oberen Ecke und verzichtet auf das trendige „große Rundmodul“:
▲ Bild|Motorola
Außerdem gibt es beim moto Signature verschiedene Designvarianten in Zusammenarbeit mit Pantone: PANTONE Martini Olive mit Schrägmuster und PANTONE Carbon mit Leinenstruktur – beide setzen auf ein ruhiges Erscheinungsbild:
▲ Bild|Motorola
Bei der Kamera setzt das moto Signature auf ein ähnliches 50-Megapixel-Dreifach-Kamerasetup wie das Razr Fold. Die Haupt- und 3x-Periskop-Telekamera verwenden die Sensoren Sony LYT-828 bzw. LYT-600 mit Größen von 1/1,28" und 1/1,95" –
▲ Bild|Motorola
Der LYT-600 ist übrigens derselbe Tele-Sensor wie beim diesjährigen realme 13 Pro+, was darauf hindeutet, dass Motorola beim Flaggschiff nicht den Fokus auf Fotografie legt …
Auch wenn die Kamera-Spezifikationen des moto Signature gewöhnlich erscheinen, gibt es bei anderer Hardware viele Highlights. Laut Präsentation und offiziellen Infos sind die Hauptmerkmale des moto Signature:
Snapdragon 8 Gen 5 Prozessor
Android 16, 7 Jahre Versions-Upgrade und 7 Jahre Sicherheitsupdates
6,8 Zoll 165Hz AMOLED Flachbildschirm, Super HD Auflösung (2712 × 1220, ca. 1,5K)
Spitzenhelligkeit 6200 nits, Corning Gorilla Victus 2 Glas
5200mAh Silizium-Kohlenstoff-Akku, 90W Kabel + 50W kabelloses Laden
IP68 (1,5m 30 Minuten), IP69, MIL-STD-810H Militärstandard-Zertifizierung
Was den Preis betrifft, wird das moto Signature zuerst auf dem europäischen Markt eingeführt,der offizielle Preis für 16+512GB beträgt 899,99 Euro (entspricht etwa 7350 Yuan) und wird im ersten Halbjahr 2026 sukzessive auch im Nahen Osten, Afrika, Lateinamerika und im asiatisch-pazifischen Raum verkauft.
Für ein Barren-Smartphone ist dieser Preis tatsächlich etwas hoch, aber in Anbetracht der bisherigen Preispolitik von Motorola könnte das moto Signature – falls es eine chinesische Version gibt – im Bereich von etwa 7.000 Yuan liegen –
Würdest du in dieser Preisklasse ein Motorola mit „sauberem System“ in Betracht ziehen?
Lenovo baut Computer – Konkurrenz mit sich selbst
Außer der übernommenen Marke Motorola hat Lenovo in den letzten Jahren auch im Bereich Personal Computer deutlich zugelegt, sich von günstigen Einsteiger-Ultrabooks auf die Legion- und Yoga-Serie verlagert und insbesondere im Mittel- und High-End-Bereich sowie bei Gaming-Laptops beeindruckende Erfolge erzielt.
Auf der diesjährigen CES präsentierte Lenovo zwei Konzept-Laptops mit flexiblen Displays – auch wenn kein Verkaufsstart genannt wurde, ist das gezeigte technische Potenzial sehr aufregend und lässt einen von zukünftigen, verrückten Notebook-Formen träumen.
Das auffälligste davon ist das neueste Legion Pro Rollable Konzeptmodell:
Als Gaming-Laptop mit 16 Zoll hat Lenovo im Legion Pro Rollable ein aufrollbares PureSight OLED-Display mit Dualmotor-Antrieb verbaut,das sich vom 16-Zoll-Basisformat auf 21,5 und sogar 24 Zoll ausziehen lässt:
▲ Bild|PCMag
Die Hardware des Legion Pro Rollable basiert auf dem Legion Pro 7i; laut Infotafel vor Ort dürfte er mit Core Ultra 9 und mobiler RTX 5090 ausgestattet sein. Das Display erreicht in allen drei Größen 240Hz Bildwiederholrate und unterstützt Hot-Switching –
Als Konzeptprodukt hat das Legion Pro Rollable allerdings noch einige ungelöste Schwächen, zum Beispiel beträgt die OLED-Auflösung nur 3348×1280, was für 24 Zoll im 21:9-Format etwas knapp bemessen ist.
Interessant ist, dass Lenovo in der offiziellen Beschreibung den erweiterbaren Bildschirm hauptsächlich mit Begriffen wie „16 Zoll eignet sich zur Verbesserung von Bewegungsfertigkeiten und Reaktionsgeschwindigkeit“, „21,5 Zoll für das Training der peripheren Wahrnehmung“ oder „24 Zoll für intensives Training im Arena-Modus“ bewirbt.
Offenbar sieht Lenovo das Legion Pro Rollable eher als Trainingsgerät für den Raum und weniger für unterwegs – denn wie bei allen Foldables bleibt das Problem der erhöhten Empfindlichkeit des Bildschirms bestehen:
Und Lenovo investiert im Bereich Rollscreen nicht nur bei Legion – auch die ThinkPad-Familie erhält mit dem ThinkPad Rollable XD ein entsprechendes Konzeptmodell:
Wie bereits beim ThinkBook Plus Gen6 Rollable, das im August von Ifanr berichtet wurde, ist auch dies ein Rollscreen-Laptop, bei dem sich das Display nach oben auf bis zu 16 Zoll ausziehen lässt – perfekt, um Foren in der Vertikalen zu durchstöbern.
Anders als beim ThinkBook Plus Gen 6 Rollable wird das überschüssige Display beim ThinkPad Rollable XD jedoch nicht unter der Tastatur verstaut, sondern umgekehrt auf die A-Seite des Geräts geführt:
▲ Bild|TheVerge
Auch wenn das nach außen gewickelte Display gefährlich aussieht, muss man sich keine Sorgen machen – Lenovo hat auf der exponierten A-Seite eine 180°-Corning-Gorilla-Victus-2-Glass-Abdeckung angebracht, die das darunterliegende flexible Display schützt.
▲ Bild|TheVerge
Obwohl Lenovo vor Ort auf der CES keine weiteren Details zur Hardware des ThinkPad Rollable XD bekannt gegeben hat, dürfte das Gerät bei Marktstart mit den neuesten Panther Lake-Prozessoren ausgestattet sein.
Für alle, die wirklich einen 16-Zoll-Arbeitsbereich im portablen Format benötigen, ist so ein Notebook äußerst verlockend – zumal der ikonische TrackPoint erhalten bleibt.
Wenn man bedenkt, dass das ThinkBook Plus Gen 6 Rollable auf der CES 2025 vorgestellt und im August verkauft wurde, könnten wir vielleicht auch das ThinkPad Rollable XD bereits im August dieses Jahres offiziell im Handel sehen – die Hoffnung ist groß.
Das sind die wichtigsten neuen Hardwareprodukte, die Lenovo auf der CES 2026 vorgestellt hat.
Darüber hinaus hat Lenovo noch viele weitere interessante Geräte präsentiert, etwa die Qira AI-Ökosystem-Halskette, die beim Posten auf LinkedIn hilft (Project Maxwell), die kleine Foldable-Edition razr im FIFA-26-Design, den Gaming-Handheld Legion Go mit vorinstalliertem SteamOS und viele weitere klassische Notebook-Modelle.
▲ Legion Go Handheld mit vorinstalliertem SteamOS
Als eine der wenigen Marken, die PC und Smartphones vereint, präsentiert Lenovo auf der CES 2026 eine Vielzahl spannender Neuheiten und gibt damit ein klares Signal:
2026,wird ein Festjahr für „Foldables“.
Text|Ma Fuyiao
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