Der japanische Yen bleibt gedämpft, da starke US-Daten USD/JPY stärken
USD/JPY steigt, da US-Dollar an Schwung gewinnt
Am Donnerstag verlor der japanische Yen (JPY) einen Teil seiner früheren Stärke gegenüber dem US-Dollar (USD), da der Greenback nach neuen US-Wirtschaftsdaten breit zulegte. Das Währungspaar USD/JPY bewegt sich derzeit in der Nähe von 157,00 und verzeichnet damit den dritten Tag in Folge Gewinne.
US-Arbeitsmarkt bleibt robust
Laut Angaben des US-Arbeitsministeriums stiegen die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in der Woche zum 3. Januar auf 208.000. Dieser Wert lag leicht unter den erwarteten 210.000 und über dem revidierten Wert der Vorwoche von 200.000.
Unterdessen stiegen die fortlaufenden Arbeitslosenunterstützungen auf 1,914 Millionen von zuvor 1,858 Millionen. Der Vier-Wochen-Durchschnitt der Erstanträge sank von 219.000 auf 211.750 und unterstreicht damit die anhaltende Widerstandsfähigkeit des US-Arbeitsmarktes.
Handelsbilanz überrascht positiv
Auch der US-Dollar profitierte von einer deutlichen Verbesserung der Handelsbilanz des Landes. Daten des Bureau of Economic Analysis und des US Census Bureau zeigten, dass das Handelsdefizit bei Waren und Dienstleistungen im Oktober auf 29,4 Milliarden Dollar schrumpfte – deutlich besser als die erwarteten 58,9 Milliarden Dollar und eine bemerkenswerte Verbesserung gegenüber der revidierten Lücke von 48,1 Milliarden Dollar im September.
Dies ist das kleinste Handelsdefizit seit Juni 2009, bedingt durch Importe auf dem niedrigsten Stand seit 21 Monaten und Exporte auf einem neuen Rekordhoch, während die schwankenden Zölle weiterhin Einfluss nehmen.
Dollar-Index und Zinsperspektive
Der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, handelt nahe 98,80 – dem höchsten Stand seit einem Monat – gestützt durch steigende US-Staatsanleiherenditen.
Insgesamt haben die jüngsten US-Wirtschaftsdaten geholfen, Sorgen über eine mögliche Abschwächung am Arbeitsmarkt zu zerstreuen, und festigen die Erwartungen, dass die Federal Reserve ihren aktuellen Kurs beibehalten wird. Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von 88% ein, dass die Zinssätze auf der Sitzung am 27.-28. Januar unverändert bleiben.
Trotzdem rechnen Investoren weiterhin mit zwei Zinssenkungen später im Jahr, wobei der am Freitag anstehende Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht eine wichtige Rolle für die kurzfristige Marktstimmung spielen dürfte.
Yen unter Druck durch geopolitische und inländische Faktoren
In Japan steht der Yen aufgrund zunehmender Spannungen mit China leicht unter Druck. Peking hat kürzlich Exportbeschränkungen für bestimmte „Dual-Use“-Güter nach Japan aus Sicherheitsgründen verhängt und eine Anti-Dumping-Untersuchung gegen japanisches Dichlorsilan – eine für die Halbleiterproduktion wichtige Chemikalie – eingeleitet.
Wirtschaftlich blieb das Lohnwachstum in Japan im November verhalten, die Bareinkommen der Arbeitnehmer stiegen im Jahresvergleich lediglich um 0,5%. Damit wurde der erwartete Wert von 2,3% deutlich verfehlt und lag weit unter dem vorherigen Wachstum von 2,6%.
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