Der aktuelle Marktzyklus wirft einige wichtige Fragen im Zusammenhang mit L1s auf.
Auf fundamentaler Ebene sind Entwickler zu einem entscheidenden Vorteil für Blockchains geworden, da „Skalierbarkeit“ nicht mehr optional ist. Einfach ausgedrückt: Während sich Blockchains auf reale Anwendungsfälle zubewegen, ist es ebenso kritisch, die Netzwerksicherheit zu priorisieren.
Ein Blick auf Ethereums [ETH] Roadmap für 2026 zeigt deutlich, dass die Entwickler in diese Richtung gehen – vom Fusaka-Upgrade bis zum jüngsten BPO-Fork. Bemerkenswert ist, dass sich die Auswirkungen bereits in der On-Chain-Nutzung widerspiegeln.
Dennoch kaufen Institutionen die Geschichte noch nicht vollständig ab.
Weniger als zwei Wochen nach Beginn des Jahres 2026 hat der ETHA ETF von BlackRock Nettoabflüsse in Höhe von 200 Millionen Dollar verzeichnet. Im gleichen Zeitraum ist der Coinbase Premium Index (CPI) von Ethereum stark ins Negative gerutscht.
Bemerkenswert ist, dass diese Diskrepanz zwischen verbesserter On-Chain-Aktivität und schwacher Nachfrage nun eine entscheidende Frage aufwirft – Handelt es sich hierbei um eine weitere Unterbewertungsgelegenheit, oder wird die „fundamentals-getriebene Erzählung“ von ETH überschätzt?
So wie es aussieht, scheint Ethereum kurz davor, eine Antwort zu finden.
Ethereum steht vor massiver Liquidationswand auf beiden Seiten
Risikobehaftete Anlagen befinden sich in einer Volatilitätsschleife.
Ethereum ist hier keine Ausnahme. Aus technischer Sicht handelt ETH seit etwa sieben Wochen in einer engen Spanne – ein Szenario, das häufig einen Liquiditätscluster erzeugt, während sich Trader auf eine Richtungsbewegung vorbereiten.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die wachsende On-Chain-Aktivität von Ethereum einen Ausbruch auslösen kann. Falls nicht, bleibt die 1,05 Milliarden Dollar schwere ETH-Wand, die Long-Positionen stützt, weiterhin exponiert und hält das Risiko für Trader im Mittelpunkt.
Jeder Ausbruch nach unten wäre jedoch mehr als nur eine routinemäßige Korrektur.
Vielmehr würde das Unvermögen von Ethereum, Liquidität anzuziehen, darauf hinweisen, dass ein Ausbruch unwahrscheinlich bleibt, solange institutionelle Kaufinteressen ausbleiben. Die größere Frage lautet jedoch – Warum kehren die institutionellen Käufer nicht zurück?
Sollte dies andauern, wird die „fundamentals-getriebene“ Erzählung von Ethereum immer mehr hinterfragt, wobei jeder Ausbruch nach unten eher „Hype“ als eine echte Unterbewertungschance offenbart – trotz starker On-Chain-Aktivität.
Fazit
- Der Ethereum-Markt steht vor einer Liquidationswand von über einer Milliarde Dollar, da das On-Chain-Wachstum auf schwache institutionelle Nachfrage trifft.
- Dieses Szenario testet vermutlich, ob sich die Fundamentalerzählung bewährt oder der Hype überwiegt.


