USD/INR bleibt zu Beginn stabil, während steigende Ölpreise Druck auf die Indische Rupie ausüben
Indische Rupie gerät unter Druck angesichts steigender Ölpreise und Abflüssen ausländischer Mittel
Zu Beginn der Woche bewegt sich die indische Rupie (INR) vorsichtig gegenüber dem US-Dollar (USD), wobei das Währungspaar USD/INR nahe seinem Wochenhoch von 90,66 notiert. Die Schwäche der Rupie wird hauptsächlich auf steigende Ölpreise und anhaltende Abzüge ausländischer Investoren aus indischen Aktien zurückgeführt.
Länder, die stark auf importiertes Öl für ihren Energiebedarf angewiesen sind, erleben oft einen erheblichen Verkaufsdruck auf ihre Währungen, wenn die Rohölpreise steigen.
Seit Donnerstag sind die weltweiten Ölpreise aufgrund von Bedenken hinsichtlich potenzieller Lieferunterbrechungen infolge von Unruhen im Iran, bei denen Berichten zufolge fast 500 Menschen ums Leben gekommen sind, um fast 6 % gestiegen. Laut Analysten der ANZ, zitiert von Reuters, gibt es zunehmende Aufrufe an Arbeiter im iranischen Ölsektor zum Streik, wodurch etwa 1,9 Millionen Barrel Ölexporte pro Tag gefährdet sein könnten.
Zusätzlich belastet der anhaltende Ausverkauf durch Foreign Institutional Investors (FIIs) in indischen Aktien weiterhin die Rupie. Allein im Januar haben FIIs Wertpapiere im Wert von Rs. 11.786,82 crore verkauft. Dieser Trend wird durch wachsende Handelsspannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Indien befeuert, was internationale Investoren dazu veranlasst, ihr Engagement in indischen Aktien zu reduzieren.
Auf inländischer Ebene warten Marktteilnehmer auf die Veröffentlichung der indischen Verbraucherpreisindexdaten (CPI) für Dezember, die für 10:30 GMT angesetzt ist. Der Bericht wird voraussichtlich eine jährliche Inflationsrate von 1,5 % anzeigen, gegenüber 0,71 % im November, was auf steigenden Preisdruck hindeutet.
Marktüberblick: Rupie fällt, während US-Dollar auf Trump-Powell-Konflikt reagiert
- Die indische Rupie schwächt sich weiterhin gegenüber dem US-Dollar ab, obwohl der Dollar selbst nach strafrechtlichen Vorwürfen gegen den Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell, deutlich zurückgeht.
- Derzeit liegt der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen misst, 0,12 % im Minus bei etwa 99,10, nachdem er kurzzeitig ein Monatshoch von 99,25 erreicht hatte.
- Am Freitag hat das US-Justizministerium mehrere Vorladungen an die Federal Reserve ausgestellt und droht Powell mit strafrechtlichen Maßnahmen wegen Äußerungen während seiner Aussage vor dem Senat im vergangenen Juni bezüglich einer 2,5-Milliarden-Dollar-Renovierung historischer Gebäude.
- Powell antwortete, dass er sich weiterhin verpflichtet fühle, unparteiisch zu handeln, und erklärte, dass die neue juristische Bedrohung nicht mit seiner Aussage oder dem Renovierungsprojekt zusammenhänge, sondern vielmehr als Vorwand diene. Er betonte, dass die Anklagen auf dem unabhängigen Ansatz der Fed zur Festlegung der Zinssätze beruhen, der möglicherweise nicht mit den Präferenzen des Präsidenten übereinstimmt.
- Historisch gesehen hat Präsident Trump Powell wiederholt dafür kritisiert, die Zinssätze nicht aggressiver gesenkt zu haben.
- Mit Blick auf die Zukunft richten Investoren ihre Aufmerksamkeit auf die bevorstehenden US-Verbraucherpreisdaten (CPI) für Dezember, die am Dienstag veröffentlicht werden sollen. Die Inflationszahlen werden voraussichtlich eine entscheidende Rolle für den weiteren Kurs der Fed spielen. Ökonomen prognostizieren, dass die Kerninflation in den USA auf 2,7 % gegenüber dem Vorjahr ansteigen wird, gegenüber 2,6 % im November, wobei auch die Gesamtinflation auf 2,7 % steigen dürfte.
- Am vergangenen Freitag stärkten besser als erwartete US-Arbeitsmarktdaten, darunter ein Rückgang der Arbeitslosenquote auf 4,4 % und ein robustes Lohnwachstum, den US-Dollar. Der Nonfarm Payrolls-Bericht zeigte einen Rückgang der Arbeitslosigkeit von 4,6 % auf 4,4 %, was die Prognosen übertraf, während die durchschnittlichen Stundenlöhne auf Jahresbasis um 3,8 % stiegen und damit sowohl die Erwartungen als auch den vorherigen Wert von 3,6 % übertrafen.
Technischer Ausblick: USD/INR bleibt über 20-Tage-EMA stark
Im Tageschart notiert USD/INR bei 90,4665 und bleibt damit über dem aufwärts gerichteten 20-Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 90,2578. Diese Positionierung hält den kurzfristigen Ausblick positiv, da der Durchschnitt weiter steigt. Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei 56, was auf einen stabilen Schwung ohne Anzeichen einer Überkauftheit deutet und weiteres Aufwärtspotenzial signalisiert, solange der Kurs über dem Durchschnitt bleibt.
Falls das Paar zurückfällt, dürfte die erste Unterstützung nahe dem 20-EMA bei 90,2578 liegen. Ein klarer Rückgang unter dieses Niveau könnte auf eine seitwärts gerichtete Bewegung statt einer weiteren Aufwärtsdynamik hindeuten. Solange der RSI über 50 bleibt, dürften Rückgänge begrenzt sein und Aufwärtsbewegungen könnten anhalten. Ein RSI unter 50 würde jedoch auf nachlassende Dynamik hindeuten.
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