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Paramount leitet rechtliche Schritte gegen Warner Bros. Discovery ein und warnt vor einem möglichen Proxy-Kampf

Paramount leitet rechtliche Schritte gegen Warner Bros. Discovery ein und warnt vor einem möglichen Proxy-Kampf

101 finance101 finance2026/01/12 16:36
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Von:101 finance

Paramount intensiviert Bemühungen zur Übernahme von Warner Bros. Discovery

Paramount hat seine Kampagne zur Übernahme von Warner Bros. Discovery (WBD), der Muttergesellschaft von CNN, durch die Einleitung rechtlicher Schritte verschärft. Am Montag gab Paramount-CEO David Ellison bekannt, dass das Unternehmen eine Klage am Delaware Chancery Court eingereicht hat – einem Gericht, das für die Beilegung von Unternehmensstreitigkeiten bekannt ist – als Teil des laufenden Versuchs einer feindlichen Übernahme des renommierten Medienkonglomerats.

Ellison kritisierte WBD für das, was er als unzureichende Transparenz bezüglich der Bevorzugung des Angebots von Netflix zum Kauf von Warner Bros. und HBO bezeichnete. Während WBD bislang noch keine öffentliche Stellungnahme abgegeben hat, hatten Finanzanalysten bereits erwartet, dass der Streit zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen könnte.

Trotz monatelanger Bemühungen um die Übernahme von WBD wurden Ellisons Vorschläge konsequent abgelehnt. Als Reaktion darauf unterbreitete er ein Komplettangebot von 30 US-Dollar pro Aktie in bar und droht mit einem Proxy-Fight. Paramount plant, bei der WBD-Hauptversammlung 2026 eine Liste von Direktoren vorzuschlagen, die das Übernahmeangebot unterstützen, um die Kontrolle über den Vorstand zu gewinnen.

Paramount CEO David Ellison

Ellison erklärte, dass diese neuen Vorstandsmitglieder WBDs Rechte im Rahmen der Vereinbarung mit Netflix nutzen würden, um das Angebot von Paramount zu prüfen und gegebenenfalls Verhandlungen über einen Deal aufzunehmen. Der Proxy-Fight dient als Notfallplan, falls nicht genügend Aktionäre in naher Zukunft bereit sind, ihre Anteile an Paramount zu verkaufen.

Der Termin für die nächste jährliche Hauptversammlung der WBD-Aktionäre wurde noch nicht bekannt gegeben; die Versammlung im letzten Jahr fand im Juni statt.

Konkurrenzangebote und laufende Verhandlungen

WBD hat bereits zugestimmt, seine Warner Bros.- und HBO-Vermögenswerte für 27,75 US-Dollar pro Aktie an Netflix zu verkaufen, wobei 23,25 US-Dollar in bar gezahlt werden und der Rest in Netflix-Aktien erfolgt. Netflix hat kürzlich bestätigt, dass es mit Regulierungsbehörden in den Vereinigten Staaten und Europa zusammenarbeitet, um die Genehmigung für die Transaktion zu erhalten.

Paramounts aggressiver Übernahmeversuch wirft jedoch Unsicherheiten über die Zukunft des Medienkonzerns auf. Ellison stellte die Beweggründe von WBD für die Annahme des niedrigeren Angebots von Netflix in Frage und deutete an, dass diese Entscheidung für die Aktionäre nicht so vorteilhaft sei wie das Angebot von Paramount.

Der WBD-Vorstand hat Bedenken hinsichtlich der Finanzierung von Paramount und der an das Angebot geknüpften Bedingungen geäußert. Zusätzlich hat der Vorstand auf den potenziellen Wert seiner Kabelnetzwerke wie CNN hingewiesen, die im Netflix-Deal nicht enthalten sind. Diese Sender sollen später im Jahr in ein neues börsennotiertes Unternehmen, Discovery Global, ausgegliedert werden.

Paramount hingegen behauptet, dass diese Kabelsender nur einen begrenzten Wert hätten. Die Klage in Delaware zielt auf mehr Transparenz hinsichtlich der Bewertung dieser Sender ab, wobei Ellison betont, dass die WBD-Aktionäre alle relevanten Informationen haben müssten, bevor sie über das Angebot von Paramount entscheiden.

Aktionärsspaltung und politische Beteiligung

Die Großaktionäre von WBD sind weiterhin gespalten – einige betrachten das Angebot von Paramount als überlegen, andere bevorzugen die Vereinbarung mit Netflix.

Eine weitere Komplikation stellt die Ankündigung des ehemaligen Präsidenten Trump dar, der erklärte, er werde eine mögliche Fusion persönlich prüfen und damit Spekulationen über den Einfluss seiner Präferenzen auf das Ergebnis auslöste. Am Wochenende teilte er einen Meinungsartikel des One America News Network mit dem Titel „Stop The Netflix Cultural Takeover“, der sich gegen die Bildung eines dominanten Medienkonglomerats richtete.

Trotz des laufenden Streits bleibt Netflix optimistisch, die notwendigen Genehmigungen zu erhalten und den Deal innerhalb der nächsten zwölf bis achtzehn Monate abzuschließen.

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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