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JPMorgan minimiert Bedenken im Zusammenhang mit Stablecoins

JPMorgan minimiert Bedenken im Zusammenhang mit Stablecoins

CointribuneCointribune2026/01/13 07:08
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Von:Cointribune

Stablecoins sind seit Langem die diskrete Infrastruktur von Crypto. Niemand applaudiert ihnen, aber ohne sie würde ein Teil des Marktes ins Stocken geraten. Heute treten sie aus dem Schatten – aus einem sehr konkreten Grund: Spar- und Bankeinlagen. In den Vereinigten Staaten drängen lokale Bankleiter den Senat, bestimmte Punkte der Gesetzgebung zu Stablecoins zu verschärfen. Ihre Befürchtung: Ein Teil der Einlagen könnte zu Dollar-Tokens abwandern, angelockt von „Belohnungen“, die immer mehr wie eine Rendite erscheinen. Auf der anderen Seite weigert sich JPMorgan, in Alarmismus zu verfallen. Die Bank sieht darin vielmehr einen neuen Baustein in einem Geldsystem, das bereits aus mehreren Schichten besteht. Und diese unterschiedliche Sichtweise sagt viel über den aktuellen Kampf aus: Finanzstabilität, Wettbewerb oder einfach ein Krieg der Modelle?

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Kurz gefasst

  • Lokale Banken, vertreten durch die ABA und ihren Community Bankers Council, warnen den Senat vor Stablecoins, die einen indirekten „Ertrag“ bieten könnten.
  • Sie befürchten eine Abwanderung von Bankeinlagen und dadurch weniger Kredite für Haushalte und KMU.
  • JPMorgan sieht die Sache gelassener und betrachtet Stablecoins eher als ergänzendes Werkzeug statt als systemisches Risiko.

Lokale Banken: Die Angst vor einem Einlagen-Loch

Das Alarmsignal kommt von der American Bankers Association (ABA), vertreten durch ihren Community Bankers Council, einen Rat, der die Stimme der lokalen Banken innerhalb des Verbands führt. Die Botschaft ist eindeutig: Es gibt „blinde Flecken“, die es einigen Crypto-Akteuren erlauben, das Verbot von Zinszahlungen durch Emittenten zu umgehen.

Der Knackpunkt ist nicht der Stablecoin selbst, sondern die Verpackung drumherum. Ein Emittent darf offiziell keine Zinsen zahlen, während das Crypto-Ökosystem dennoch Anreize schafft: Cashback, Treueprogramme, Vorteile über Partnerbörsen. Am Ende behält der Nutzer nur eines: „Mein tokenisierter Dollar bringt Ertrag.“

Für kleine Banken ist das keine theoretische Debatte. Ihr Modell hängt von Einlagen ab. Diese Einlagen finanzieren Kredite an Haushalte und KMU. Wenn die Basis schrumpft, verlangsamt sich der lokale Kreditfluss. Und es sind die Akteure der „Hauptstraße“, die den Schlag abbekommen, nicht die Giganten, die sich anderweitig finanzieren können. Diese Argumente sind gewichtig, aber nicht unumstritten. An dieser Stelle tritt JPMorgan mit einem ganz anderen Ton auf den Plan.

JPMorgan: Ein ergänzendes Werkzeug, keine systemische Bedrohung

JPMorgan spielt die Idee eines systemischen Risikos herunter. Geld zirkuliert bereits in verschiedenen Formen und mit unterschiedlichen Verwendungszwecken. Bankeinlagen sind nicht die einzige existierende „Schicht“ – und waren es nie. In dieser Sichtweise können Stablecoins, Deposit Tokens und traditionelle Zahlungssysteme nebeneinander existieren.

Diese Aussage ist kein Lobgesang auf Crypto. Es ist eine Art, den Markt zu ordnen. JPMorgan schlägt vor, dass Stablecoins vor allem dort nützlich sein werden, wo sie objektiv besser sind: nahezu sofortige Abrechnungen, grenzüberschreitende Zahlungen, 24/7-Verfügbarkeit, Automatisierung durch programmierbare Systeme.

Und es schwingt ein Unterton mit: Wettbewerb wird nicht allein durch Regulierung entschieden. Auch das Angebot spielt eine Rolle. Wenn sich die Öffentlichkeit Alternativen zuwendet, liegt es oft daran, dass traditionelle Produkte langsam, undurchsichtig oder wenig attraktiv erscheinen. Stablecoins erfinden den Wunsch nach Rendite nicht neu – sie verpacken ihn nur moderner.

Damit wird klar, dass das eigentliche Schlachtfeld nicht „Blockchain vs. Bank“ heißt. Es geht um die genaue Definition einer Rendite und das Recht, sie auszugeben.

Crypto: Verdeckte Rendite, Schutz der Öffentlichkeit oder Schutz der Margen?

Die entscheidende Frage lässt sich auf einen Satz reduzieren: Ab wann wird eine „Belohnung“ zu Zinsen? Ein gelegentlicher Cashback ist kein Sparkonto. Aber ein regelmäßiger Mechanismus, der als Vorteil fürs Halten präsentiert wird, kann am Ende einer Vergütung ähneln. Und wenn dies über einen Partner läuft, wird die Grenze noch unschärfer.

Genau das möchte die ABA festschreiben: Dass das Verbot nicht nur den Emittenten betrifft, sondern auch Partner und Plattformen, die eine Rendite durch Dritte schaffen könnten. Für das Crypto-Ökosystem wären die Auswirkungen unmittelbar: Einige „Yield“-Produkte, bestimmte Börsenangebote und einige Vertriebsstrategien müssten sich neu erfinden.

Befürworter von Stablecoins entgegnen, dass die Debatte über die Sicherheit hinausgeht. Sie sehen einen klassischen Zielkonflikt: Sollten Verbraucher durch Begrenzung von Anreizen geschützt werden – oder geht es darum, ein historisches Bankmodell zu schützen, indem der Wettbewerb eingeschränkt wird? Der Finanzsektor hat solche Spannungen schon erlebt: Immer dann, wenn sich eine einfachere oder nur attraktivere Alternative durchsetzte. Und während das Tauziehen weitergeht, könnte ein nach wie vor fragiles amerikanisches Krypto-Gesetz alles zum Scheitern bringen.

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