Das Wachstum des chinesischen Aktienmarkts verlangsamt sich, da Anzeichen einer Überhitzung auftreten
Chinas Aktienmarkt-Boom zeigt Anzeichen einer Abkühlung
Nach einer Phase rasanter Kursanstiege verloren chinesische Aktien am Dienstag etwas an Schwung. Der jüngste Anstieg der Handelsaktivitäten und ein sprunghafter Anstieg der Wertpapierkredite haben Bedenken ausgelöst, dass der Markt überhitzen könnte.
Der CSI 300 Index beendete den Tag mit einem Minus von 0,6 %, während auch die wichtigsten Indizes in Hongkong ihre vorherigen Gewinne wieder abgaben. Das Handelsvolumen an den Börsen in Shanghai und Shenzhen stieg auf ein neues Rekordhoch von 3,65 Billionen Yuan (523 Milliarden US-Dollar) und übertraf damit den Rekordwert des Vortags. Das Volumen des Margin-Handels stieg um 1,8 % auf 2,65 Billionen Yuan und markierte damit den größten Zuwachs der letzten drei Monate.
Technologieaktien treiben Rallye zu Jahresbeginn an
Chinesische Aktien starteten mit starken Gewinnen ins neue Jahr, befeuert durch erneute Begeisterung für Technologieunternehmen. Fortschritte bei künstlicher Intelligenz und staatliche Unterstützung für den Sektor haben insbesondere Chiphersteller und Hardwareproduzenten beflügelt – der auf Technologie fokussierte Star 50 Index legte im Januar um über 9 % zu. Eine Reihe von Börsengängen heimischer Halbleiter- und KI-Unternehmen hat die Anlegerstimmung zusätzlich gestärkt.
Warnsignale tauchen auf
Allerdings sind einige Warnsignale erkennbar. Der 14-Tage-Relative-Stärke-Index (RSI) für den Shanghai Composite erreichte am Montag mit 81 den höchsten Stand seit August und deutet darauf hin, dass der Markt überkauft sein könnte. Zudem belasten Warnungen vor spekulativen Geschäften in sogenannten „Raketen-Aktien“, deren Kurse stark gestiegen sind, die Stimmung der Investoren.
Maßnahmen zur Abkühlung des Marktes greifen
Laut Fu Zhifeng, Chief Investment Officer bei Shanghai Chengzhou Investment Management Co., „zeigen verschiedene Maßnahmen zur Dämpfung des Marktes erste Wirkung“, darunter auch Risikohinweise, die von börsennotierten Unternehmen ausgegeben werden.
Börsengehandelte Fonds (ETFs), die den CSI A500 Index – zu dem einige der größten und meistgehandelten Unternehmen Chinas gehören – abbilden, verzeichnen nun nach einer Phase mit Rekordzuflüssen erste Abflüsse.
Ausblick bleibt positiv
Trotz der jüngsten Korrektur haben Behörden und staatliche Medien bislang keine direkten Warnungen vor übermäßiger Spekulation ausgesprochen. Stärkere wirtschaftliche Fundamentaldaten könnten den Aufschwung weiter stützen. Analysten prognostizieren, dass Unternehmen im MSCI China Index in diesem Jahr einen Gewinnzuwachs von 14 % erzielen werden und damit ähnliche Indizes in Indien und Japan übertreffen.
Selbst nach den Verlusten am Dienstag ist der CSI 300 seit Jahresbeginn um 2,8 % gestiegen und schlägt damit die globalen Märkte. Der Hang Seng Tech Index hat sich um mehr als 6 % erhöht.
„Aktuelle Fundamentaldaten, Marktstimmung, Marktbreite und saisonale Trends deuten alle darauf hin, dass das Abwärtsrisiko begrenzt ist und weiteres Aufwärtspotenzial besteht“, sagte Zhang Qiyao, Analyst bei Industrial Securities. „Der Februar bringt oft hohe Renditen, und kurzfristige Rücksetzer könnten attraktive Kaufgelegenheiten bieten.“
Berichtunterstützung von Lin Zhu.
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