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EUR/JPY setzt Rally fort, da Yen wegen politischer Unsicherheit und BoJ-Vorsicht schwächelt

EUR/JPY setzt Rally fort, da Yen wegen politischer Unsicherheit und BoJ-Vorsicht schwächelt

101 finance101 finance2026/01/13 10:55
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Von:101 finance

EUR/JPY handelt am Dienstag zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei etwa 185,50 und liegt damit 0,50 % im Plus am Tag. Das Paar setzt seine Aufwärtsbewegung die dritte Sitzung in Folge fort und erreichte zuvor am Tag ein neues Mehrjahreshoch bei 185,54. Das Paar profitiert hauptsächlich von der Schwäche des japanischen Yen (JPY) vor dem Hintergrund politischer Unsicherheit in Japan und anhaltender Vorsicht bezüglich der Normalisierung der Geldpolitik der Bank of Japan (BoJ).

Der japanische Yen bleibt unter Druck, nachdem Berichte aufkamen, dass Japans Premierministerin Sanae Takaichi möglicherweise bereits in der ersten Februarhälfte vorgezogene Parlamentswahlen ausrufen könnte. Diese Aussicht schürt Erwartungen an eine expansivere Fiskalpolitik, was tendenziell auf die japanische Währung drückt. Gleichzeitig untergräbt der fehlende klare Zeitplan für die nächste Zinserhöhung der Bank of Japan weiterhin den JPY, da die Märkte den Ausstieg der Zentralbank aus ihrer extrem lockeren Geldpolitik als besonders vorsichtig und schrittweise ansehen.

Trotz eines relativ restriktiven Tons bekräftigte BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda kürzlich, dass die Zentralbank die Zinsen weiter anheben werde, sofern sich die wirtschaftlichen und preislichen Entwicklungen im Einklang mit ihren Prognosen entwickeln. Anleger bleiben jedoch skeptisch hinsichtlich des tatsächlichen Zeitpunkts der nächsten Maßnahme, was die Attraktivität des japanischen Yen als sichere Währung begrenzt.

Auch auf politischer und geopolitischer Ebene steht die japanische Währung unter Druck durch die sich verschlechternden Beziehungen zwischen Japan und China. Peking hat kürzlich nach diplomatischen Spannungen wegen Taiwan den Export bestimmter Seltenerdmetalle nach Japan verboten, was die Risiken in den Lieferketten für japanische Hersteller erhöht und die Stimmung gegenüber dem JPY belastet.

Der jüngste Rückgang des japanischen Yen könnte jedoch stärkere verbale Interventionen der japanischen Behörden auslösen. Japans Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte am Dienstag, sie habe ihre Bedenken hinsichtlich der einseitigen Abwertung des JPY mit US-Finanzminister Scott Bessent geteilt und hinzugefügt, dass die Toleranz für eine übermäßige Schwäche begrenzt sei. Diese Kommentare könnten dazu beitragen, weiteren Abwärtsdruck auf den JPY kurzfristig zu begrenzen und rechtfertigen eine gewisse Vorsicht im Hinblick auf die unmittelbare Fortsetzung der EUR/JPY-Rallye.

Auf europäischer Seite bleibt der Euro relativ stabil. Die Europäische Zentralbank (EZB) wird in den kommenden Monaten voraussichtlich die Zinssätze unverändert lassen, da die Inflation nun nahe am Zielwert von 2 % liegt. In diesem Umfeld ist die Geldpolitik kein entscheidender Impulsgeber für die Einheitswährung, deren Entwicklung weiterhin hauptsächlich von der globalen Marktstimmung und externen Faktoren bestimmt wird.

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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