Nicht jeder Marktzyklus ist gleich, aber es gibt Muster, die beachtet werden sollten.
Basierend auf dieser Theorie prognostiziert Analyst Michael van de Poppe eine Wiederholung der Umstrukturierung unter den Top-Cap-Assets im Stil der Zeit vor COVID. Im Wesentlichen sind diese Zyklen häufig durch rotierende Kapitalströme in alternative Assets gekennzeichnet.
Zur Einordnung: Die Prognose orientiert sich am Zyklus von 2019, als das ETH/BTC-Verhältnis ein Tief bei 0,02 erreichte, um bis Anfang Q4 2021 eine Rallye von über 300 % zu starten.
Natürlich stellt sich die Frage: Kann Ethereum [ETH] eine Wiederholung schaffen?
Ein Blick auf die technischen Daten zeigt, dass das Verhältnis erneut von derselben 0,02-Untergrenze abprallt.
Wie das Diagramm zeigt, hat das Verhältnis seit Q2 2025 eine vertikale Ausweitung erlebt und ist um 75 % gestiegen. Dies entspricht ziemlich genau der 80%-Rallye von Ethereum auf 3,4k US-Dollar, verglichen mit einem Anstieg von Bitcoin [BTC] um 15 % im gleichen Zeitraum.
Kurz gesagt, ETHs Schwäche im Jahr 2025 gegenüber BTC resultierte aus einem Rückgang des ETH/BTC-Verhältnisses um 38 % im ersten Quartal, bevor es sich wieder erholte. Doch deutet dies auf einen bestätigten Boden hin? Falls ja, könnte dies der Beginn eines Ausbruchs sein.
Ethereums L1s rücken ins Rampenlicht
Sicher, eine Rallye wie vor COVID zu erwarten, könnte etwas übertrieben sein.
Die Logik ist einfach: Seit der COVID-19-Rallye hat sich der Markt erheblich weiterentwickelt und BTC zum Mittelpunkt sowohl von Spot- als auch von spekulativen Kapitalströmen gemacht, wobei die Marktkapitalisierung Anfang Q4 2025 einen Rekordwert von 2,5 Billionen US-Dollar erreichte.
Dennoch scheint Ethereum seinen eigenen Weg zu gehen und zeigt Stärke bei wichtigen Kennzahlen. Beispielsweise macht Ondo Finance inzwischen 11 % des RWA TVL von ETH aus, während die TPS von Ethereum kürzlich ein Rekordhoch von 58.000 erreichte.
Insgesamt zeigt diese Stärke, dass der Lauf im Stil von 2019 nicht verblasst ist.
Stattdessen holt Ethereums On-Chain-Performance eindeutig zur Dominanz von Bitcoin (BTC.D) auf. Zum Beispiel ist der Marktanteil von ETH seit dem Tief von 8 % im Q2 2025 um über 60 % gestiegen, was diese These weiter untermauert.
Der entscheidende Unterschied? Die Dominanz von ETH ist stärker fundamental getrieben.
Im aktuellen makroökonomischen Kontext verschafft dies Ethereum einen deutlichen Vorteil gegenüber Bitcoin. Während sich die Regulierung herausbildet, sind L1s gut positioniert, um die Marktbewegung vorwegzunehmen – der 75%ige ETH/BTC-Aufschwung dient hierbei als frühes Signal dieses Trends.
Fazit
- Der Marktanteil von Ethereum hat sich stark erholt. Das ETH/BTC-Verhältnis ist seit dem Tiefpunkt im Q2 2025 um 75 % gestiegen, unterstützt durch eine starke Entwickleraktivität.
- L1s sind gut positioniert, um die Marktbewegung anzuführen, und die Dominanz von ETH signalisiert einen möglichen Ausbruch im Stil vor COVID, sobald die regulatorischen Rahmenbedingungen klarer werden.



