Asda wird Managementpositionen nach Rückschlag zu Weihnachten abbauen
Asda steht vor Stellenabbau aufgrund sinkenden Marktanteils
Asda bereitet sich darauf vor, mehr als 150 Arbeitsplätze abzubauen, nachdem das Unternehmen in der Weihnachtssaison einen erheblichen Umsatzrückgang verzeichnete, was zum bisher niedrigsten Anteil am britischen Lebensmitteleinzelhandelsmarkt führte.
Die Supermarktkette plant, mehr als 80 Führungspositionen sowie zahlreiche Lagerarbeitsplätze im Rahmen einer umfassenden Kostensenkungsinitiative zu streichen.
Dieser Schritt verdeutlicht die wachsenden Herausforderungen, denen sich Asda gegenübersieht, da das Unternehmen weiterhin gegenüber Wettbewerbern wie Tesco an Boden verliert und es bislang nicht geschafft hat, seine Leistung zu verbessern.
Derzeit laufen Beratungen bezüglich der Entlassungen, um die endgültige Zahl der ausscheidenden Mitarbeitenden zu ermitteln – ein Prozess, der voraussichtlich die Moral im Unternehmen weiter beeinträchtigen wird.
Die Entlassungen betreffen mehrere große Distributionszentren, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, die Belegschaft zu verkleinern, die für die Abwicklung der Lieferungen in größeren Lagern verantwortlich ist.
Asda hat bestätigt, dass Logistikmitarbeiter in Yorkshire gefährdet sind, da das Unternehmen erwägt, bestimmte Paketdienste an das Lieferunternehmen Evri auszulagern.
Diese Runde von Stellenkürzungen ist die jüngste in einer Serie von Personalabbau-Maßnahmen im vergangenen anderthalben Jahr unter der Leitung von Chairman Allan Leighton.
Im vergangenen Juli wurden zahlreiche Filialleiter entlassen, um das mittlere Management zu verschlanken, und Hunderte IT-Mitarbeitende wurden nach Problemen mit einer gescheiterten Technologieumstellung entlassen.
Leighton konzentriert sich darauf, die Ausgaben zu senken, während er versucht, Asdas Marktposition wiederherzustellen, die in den 12 Wochen bis zum 28. Dezember auf 11,4% gesunken ist.
In diesem Zeitraum gingen Asdas Umsätze um 4,2% zurück, womit Asda der einzige große Supermarkt war, der zu Weihnachten einen Umsatzrückgang verzeichnete.
Im Gegensatz dazu konnten Wettbewerber wie Tesco und Sainsbury’s in der Ferienzeit mehr Kunden anziehen und vergrößerten so den Abstand zu Asda, das weiterhin der drittgrößte Supermarkt Großbritanniens bleibt.
Obwohl Leighton bereits in den 1990er Jahren eine erfolgreiche Wende bei Asda leitete, konnte er seit seiner Rückkehr ins Unternehmen keine vergleichbaren Ergebnisse erzielen.
Die Schwierigkeiten des Supermarktes begannen, nachdem die Private-Equity-Gesellschaft TDR Capital und Mohsin sowie Zuber Issa das Unternehmen 2021 übernahmen, als Asdas Marktanteil noch bei 14,8% lag.
Die finanziellen Probleme wurden durch den Verkauf von Asdas Anleihen durch Investoren nach enttäuschenden Feiertagsumsätzen weiter verschärft.
Ein von Asdas Muttergesellschaft Bellis Finco im Jahr 2024 aufgenommenes Darlehen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro (1,1 Milliarden Pfund) ist auf einen Rekordtiefstand von 88 Cent pro Euro gefallen, gegenüber nahezu 100 Cent zu Beginn des Vorjahres.
Die Situation verschärfte sich, nachdem die Ratingagentur Fitch Asda im vergangenen Jahr weiter in den Ramschstatus herabgestuft und damit die Wahrscheinlichkeit höherer Kreditkosten für den Händler erhöht hatte.
Reaktion des Unternehmens und Zukunftspläne
Branchenanalysten sind der Meinung, dass Asda mehr investieren muss, um die Preise zu senken und Kunden zurückzugewinnen – eine Strategie, die die Gewinnmargen weiter unter Druck setzen könnte.
Asda hat erklärt, dass zwei separate Konsultationen im Gange sind, um die Effizienz zu steigern, und dass keine Schließung von Distributionszentren geplant ist.
„Wir schlagen eine neue regionale Struktur für unsere Transportteams vor, um unser Distributionsnetzwerk und die Belieferung der Filialen zu vereinfachen. Dies würde die Einrichtung von acht regionalen Hubs beinhalten, die jeweils von einem regionalen Transportbüro geleitet werden“, erklärte ein Sprecher.
Er fügte hinzu: „Diese Veränderung würde die Abläufe straffen, doppelte Arbeit reduzieren, die Flexibilität erhöhen, Prozesse standardisieren und unsere Abhängigkeit von externen Agenturen und Spediteuren verringern.“
Eine weitere Konsultation konzentriert sich auf die Verbesserung der Geschwindigkeit bei der Bearbeitung von Online-Bestellungen.
Der Sprecher wies darauf hin, dass Asda derzeit jährlich 28 Millionen Pakete über ein System abwickelt, das ursprünglich nicht für eine derart hohe Nachfrage ausgelegt war.
„Deshalb können derzeit weniger als die Hälfte unserer Filialen eine Abholung am nächsten Tag anbieten – ein Service, den Kunden nun von allen großen Händlern erwarten.
„Durch die Zusammenarbeit mit Evri können alle 1.200 Asda-Standorte künftig eine Abholung und Rückgabe am nächsten Tag anbieten und den Kunden ein schnelleres und bequemeres Einkaufserlebnis ermöglichen.“
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