Bitcoin verliert 30% des offenen Interesses: Steht eine Erholung bevor?
Seit Beginn dieses Jahres hat ein wichtiger Indikator der Bitcoin-Derivatemärkte einen starken Rückgang verzeichnet. Das Open Interest (OI) ist seit seinem Höchststand im Oktober 2025 um etwa 30 % gefallen. Dieser Rückgang geht mit einer massiven Reduzierung des Hebels im gesamten Derivate-Ökosystem einher. Für viele Analysten könnte diese Entwicklung nicht nur das Ende einer intensiven spekulativen Phase signalisieren, sondern auch den Aufbau einer soliden Grundlage für eine mögliche bullische Erholung bedeuten.
Kurz gefasst
- Das Open Interest an den Bitcoin-Derivatemärkten ist seit seinem Höchststand im Oktober 2025 um etwa 30 % gesunken.
- Dieser Rückgang spiegelt eine massive Bereinigung von gehebelten Positionen wider, wie sie häufig mit Phasen der Marktkorrektur und Stabilisierung einhergeht.
Ein Leverage-Kahlschlag: Warum das wichtig ist
Das Open Interest misst den Gesamtwert der noch nicht abgewickelten Kontrakte. Wenn es steigt, kann dies darauf hindeuten, dass neues Kapital in Long- oder Short-Positionen fließt. Wenn es jedoch, wie aktuell, stark zurückgeht, bleibt das nicht unbemerkt. Tatsächlich bedeutet dies oft, dass stark gehebelte Positionen geschlossen werden – entweder freiwillig oder infolge von Zwangsliquidationen.
Im Fall von Bitcoin erreichte das OI Anfang Oktober 2025 mit mehr als 15 Milliarden US-Dollar ein historisches Hoch. Das ist fast das Dreifache des Höchststands der vorherigen großen Bullenphase im Jahr 2021. Dieser Höchststand spiegelte eine extrem hohe Spekulation wider, mit massiven Kapitaleinsätzen auf den Futures-Märkten.
Seitdem ist das OI um über 30 % zurückgegangen und hat damit ein moderateres Niveau erreicht. Diese Kontraktion fand zusammen mit einer Phase der Preiskorrektur und bedeutenden Liquidationen statt. Durch das Entfernen dieser Hochrisikopositionen würde der Markt übermäßigen Leverage bereinigen und so das Risiko künftiger Wellen heftiger Abverkäufe verringern.
Bitcoin: Kommt der Marktboden?
Diese Art von Rückgang beim Open Interest ging häufig mit der Ausbildung bedeutender Tiefs in den Bitcoin-Zyklen einher. Laut Daten des Analysten CryptoQuant haben diese Deleveraging-Phasen oft den Tiefpunkt eines Marktes markiert, bevor eine gesündere und nachhaltigere Erholung einsetzte.
Tatsächlich kann bereits eine kleine Kursbewegung, wenn Trader zu viel Kapital mit Leverage einsetzen, Wellen von Liquidationen auslösen. Dies kann Panikreaktionen verursachen und Kursverluste stark verstärken. Die Reduzierung des Open Interest bedeutet daher, diese fragilen Positionen zu entfernen und ein stabileres Gleichgewicht zwischen Käufern und Verkäufern herzustellen.
Diese „Bereinigung“ könnte sich in einem Markt niederschlagen, der weniger anfällig für plötzliche Schocks ist. Mit abnehmendem Leverage könnten die Kurse mehr Stabilität gewinnen und auch steigen, ohne weitere Liquidationswellen auszulösen.
Obwohl diese Positionsreduzierung als potenziell bullisches technisches Signal gilt, bedeutet sie nicht automatisch, dass ein Aufwärtstrend begonnen hat. Einige Anbieter von Marktdaten zu Derivaten weisen darauf hin, dass das strukturelle Trading noch nicht eindeutig in Richtung eines Bullenmarktes verläuft. Das derzeitige Umfeld wirkt eher reaktiv als antizipativ. Kursanstiege veranlassen einige Trader dazu, Positionen zu schließen, anstatt neue zu eröffnen.
Langfristige Investoren könnten diese Bereinigung als strategische Gelegenheit zur Neu-Positionierung betrachten. Währenddessen werden aktivere Trader technische Indikatoren im Auge behalten und die Entwicklung der Marktstimmung genau beobachten.
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