Massive Bitcoin-ETF-Zuflüsse schaffen es nicht, den Widerstand zu durchbrechen
Bitcoin gewinnt erneut das Interesse der institutionellen Märkte. In dieser Woche verzeichneten US-amerikanische Spot-ETFs Zuflüsse in Höhe von 1,8 Milliarden US-Dollar – ein Rekordhoch seit Oktober 2025. Dieses spektakuläre Wiederaufleben erfolgt in einem unsicheren makroökonomischen Umfeld und weckt die Hoffnung auf einen neuen Bullenzyklus. Doch spiegelt dieser Anstieg einen fundamentalen Trend wider oder handelt es sich nur um eine technische Gegenbewegung? Während die 100.000-Dollar-Marke Spekulationen anheizt, bleibt der Markt hinsichtlich der Beständigkeit dieser neuen Gelder abwartend.
Kurz zusammengefasst
- US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten innerhalb einer Woche Nettozuflüsse von 1,8 Milliarden US-Dollar – ein beispielloses Niveau seit Oktober 2025.
- Dieser Kapitalzufluss erfolgt, während BTC den Widerstand bei 98.000 US-Dollar testet und neue Spekulationen über eine mögliche Rallye auf 100.000 US-Dollar entfacht.
- Trotz dieser Erholung liegen die gesamten ETF-Vermögenswerte weiterhin 24 % unter dem Höchststand von 2025, was nur eine teilweise und fragile Erholung widerspiegelt.
- Analysten wie jene von Ecoinometrics mahnen zur Vorsicht: Positive Zuflüsse über ein paar Tage reichen nicht aus, um einen nachhaltigen Trend auszulösen.
Ein massiver Kapitalzufluss, aber die Erholung bleibt fragil
US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in dieser Woche Nettozuflüsse von 1,8 Milliarden US-Dollar – ein Rekord seit dem vergangenen Oktober.
Dieses erneute Interesse tritt auf, während der BTC-Kurs den Widerstand bei 98.000 US-Dollar getestet hat. Ein solcher Anstieg der Zuflüsse „markiert den stärksten wöchentlichen Zufluss seit der ersten Oktoberwoche 2025“ und bestätigt die Rückkehr der institutionellen Nachfrage nach Bitcoin-Exposure-Produkten.
Trotz dieses Anstiegs der Zuflüsse liegen die gesamten ETF-Vermögenswerte weiterhin 24 % unter ihrem Höhepunkt im vierten Quartal 2025 und sind von 164,5 Milliarden auf 125 Milliarden US-Dollar gefallen. Dieser Kontrast zeigt, dass das wieder auflebende Interesse die in den Vormonaten verzeichneten Abflüsse noch nicht ausgleicht.
Anders ausgedrückt: Diese Zahlen sind mit Vorsicht zu interpretieren. Das Analyse-Briefing Ecoinometrics betont: „Bitcoin braucht nicht nur ein paar gute Tage, sondern mehrere gute Wochen“. Mit anderen Worten: Isolierte Spitzen bei den Zuflüssen wurden oft von einer raschen Erschöpfung gefolgt.
Hier die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Die wöchentlichen Zuflüsse sind hoch, aber derzeit noch nicht ausreichend, um einen nachhaltigen Aufwärtstrend neu zu entfachen;
- Die Analyse der kumulierten Zuflüsse bleibt negativ, trotz einiger jüngster positiver Ausschläge;
- Das verwaltete Vermögen der ETFs liegt weiterhin fast ein Viertel unter dem historischen Höchststand – ein Beleg dafür, dass die aktuellen Bewegungen die vergangenen Abflüsse noch nicht ausgleichen;
- Die technische Marke von 98.000 US-Dollar wurde nicht überschritten, was auf anhaltende Vorsicht der Anleger trotz Kaufsignalen hindeutet.
Strukturell stärkere Nachfrage als Angebot
Unterhalb der Volatilität der wöchentlichen Zuflüsse wirken tiefere Kräfte. Seit dem Start der Spot-ETFs im Januar 2024 haben die Fonds laut Bitwise-Daten rund 710.777 BTC erworben, während im selben Zeitraum nur 363.047 BTC neu erzeugt wurden.
Dieses Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage ist zentral. Es bedeutet, dass selbst ohne spekulative Rallye die institutionelle Nachfrage über ETFs bereits fast das Doppelte des neuen Bitcoin-Angebots absorbiert. Dieses Phänomen hat laut Bitwise zum 94%igen Preisanstieg der Kryptowährung seit Einführung der ETFs beigetragen.
Mittelfristig könnte sich dieses Ungleichgewicht noch verstärken. Bitwise rechnet damit, dass ETFs im laufenden Jahr mehr als 100 % der neuen Bitcoin-Produktion aufkaufen werden – eine Prognose, die mit dem Aufstieg institutioneller Akteure wie Vermögensverwaltern, börsennotierten Unternehmen und sogar einigen Staatsfonds zusammenhängt.
Diese Dynamik passt in einen langfristigen Trend. Bitcoin-ETFs haben 2024 bereits Nettozuflüsse von 36,2 Milliarden US-Dollar verzeichnet und verwalten 125 Milliarden US-Dollar – schneller als dies beim Aufstieg der SPDR Gold Shares, dem goldgedeckten ETF, zu beobachten war.
Bitcoin steigt auf 97.000 US-Dollar, getrieben von einem beispiellosen Wiederaufleben des institutionellen Interesses. Doch hinter diesem Anstieg bleibt die Frage: Erleben wir einen dauerhaften Wendepunkt oder nur eine vorübergehende Euphorie? Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die ETF-Zuflüsse das aktuelle Momentum in einen echten Bullenmarkt verwandeln können.
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