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Krypto-Perpetuals-Liquidationen lösen Short Squeeze-Rausch von 294,7 Mio. Dollar aus

Krypto-Perpetuals-Liquidationen lösen Short Squeeze-Rausch von 294,7 Mio. Dollar aus

BitcoinworldBitcoinworld2026/01/06 03:55
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Von:Bitcoinworld

Die globalen Kryptowährungsmärkte erlebten am 21. März 2025 ein bedeutendes Deleveraging-Ereignis, als Perpetual-Futures-Kontrakte innerhalb eines einzigen 24-Stunden-Zeitraums Liquidationen in Höhe von erstaunlichen 294,7 Millionen US-Dollar verzeichneten. Diese dramatische Kaskade erzwungener Positionsschließungen, die überwiegend Händler betraf, die auf fallende Kurse gesetzt hatten, unterstreicht die enorme Volatilität und die inhärenten Risiken im Bereich der Krypto-Derivate. Folglich dient dieses Ereignis als wichtige Fallstudie zum Verständnis von Marktmechanismen und Risikomanagementprotokollen.

Krypto-Perpetual-Liquidationen: Eine Datenanalyse

Die Liquidationsdaten zeigen einen klaren und überwältigenden Trend. Insbesondere Short-Seller erlitten während dieser Marktentwicklung die schwersten Verluste. Bitcoin (BTC), der Marktführer, machte den Großteil der Verluste aus. Händler sahen, wie Positionen in BTC-Perpetual-Futures im Wert von 186 Millionen US-Dollar zwangsweise geschlossen wurden. Bemerkenswert ist, dass 91,26 % dieses Volumens, etwa 169,7 Millionen US-Dollar, auf Short-Positionen entfielen, die auf der falschen Seite eines Preisanstiegs erwischt wurden.

Ethereum (ETH) folgte einem ähnlichen Muster, wenn auch in etwas geringerem Umfang. Im Netzwerk wurden 78,27 Millionen US-Dollar an ETH-Perpetual-Liquidationen registriert. Davon machten Short-Positionen 74,91 % aus, was etwa 58,6 Millionen US-Dollar entspricht. Gleichzeitig waren bei XRP-Perpetuals 30,44 Millionen US-Dollar an Liquidationen zu verzeichnen, wobei Short-Positionen 82,02 % bzw. etwa 24,97 Millionen US-Dollar des Gesamtvolumens ausmachten. Diese Daten unterstreichen ein marktweites Phänomen und kein asset-spezifisches Ereignis.

Mechanismen eines Short Squeeze verstehen

Dieses Ereignis ist ein perfektes Beispiel für einen klassischen Short Squeeze auf den digitalen Asset-Märkten. Ein Short Squeeze tritt auf, wenn der Preis eines Assets schnell zu steigen beginnt. Händler, die ein Asset geliehen und verkauft haben, in der Erwartung, dass dessen Preis fällt (Short-Seller), sehen sich dann wachsenden Verlusten gegenüber. Steigen die Preise weiter, müssen diese Händler entweder zusätzliches Sicherheiten hinterlegen, um ihre Positionen zu halten, oder sie werden von der Börse automatisch liquidiert. Dieses erzwungene Kaufen zur Schließung verlustreicher Short-Positionen erzeugt zusätzlichen Aufwärtsdruck auf den Preis, was potenziell weitere Liquidationen in einer Kettenreaktion auslösen kann.

Mehrere Faktoren können einen solchen Squeeze auf den Kryptomärkten auslösen:

  • Leverage: Perpetual-Kontrakte erlauben oft einen hohen Hebel, manchmal über das 100-Fache hinaus. Während dies potenzielle Gewinne verstärkt, erhöht es das Risiko drastisch.
  • Funding Rates: Diese periodischen Zahlungen zwischen Long- und Short-Positionen helfen dabei, den Preis des Perpetual-Kontrakts an den Spotpreis zu koppeln. Eine dauerhaft positive Funding Rate kann das Halten von Short-Positionen teuer machen.
  • Stimmungsumschwung am Markt: Ein plötzlicher Zustrom positiver Nachrichten oder großer Kaufaufträge kann die Marktrichtung schnell umkehren.

Historischer Kontext und Marktwiderstandsfähigkeit

Obwohl bemerkenswert, ist ein Liquidationsereignis von 294,7 Millionen US-Dollar historisch gesehen nicht beispiellos. So hat der Kryptomarkt an einzelnen Tagen Liquidationsvolumina von über 1 Milliarde US-Dollar während extremer Volatilitätsphasen erlebt, wie beim Luna/Terra-Crash im Mai 2022 oder der FTX-Krise im November 2022. Dennoch ist dieses jüngste Ereignis deshalb bedeutsam, weil es ohne einen großen, negativen makroökonomischen Auslöser oder Börsenversagen stattfand. Stattdessen scheint es das Ergebnis organischer Marktdynamiken und gehebelter Positionierung zu sein.

Analysten vergleichen solche Daten häufig, um Leverage und Risiko am Markt zu messen. Die konzentrierte Natur der Liquidationen – hauptsächlich bei Short-Positionen – deutet darauf hin, dass der Markt vor der Kursbewegung zu pessimistisch oder überfüllt mit Short-Wetten war. Diese Liquidationswelle kann eine gesündere, weniger gehebelte Marktgrundlage schaffen und so die Volatilität im unmittelbaren Anschluss verringern.

Die weiteren Auswirkungen auf Händler und Börsen

Die unmittelbaren Auswirkungen einer solchen Liquidationskaskade sind zweifach. Erstens sehen sich einzelne Händler und Fonds mit gehebelten Positionen direkten Kapitalverlusten gegenüber. Diese Verluste können total sein, wenn das gesamte Sicherheitenkapital eines Händlers aufgebraucht ist. Zweitens wird durch den Prozess die Robustheit der Risikomanagementsysteme der Derivatebörsen getestet. Effiziente Liquidationssysteme sind entscheidend, um zu verhindern, dass Verluste auf andere Händler oder die Solvenz der Börse übergreifen. Die reibungslose Abwicklung von fast 300 Millionen US-Dollar an Liquidationen ohne gemeldete Systemausfälle deutet auf eine Reifung der Börseninfrastruktur hin.

Darüber hinaus beeinflussen derartige Ereignisse das zukünftige Verhalten der Händler. Sie dienen als deutliche Erinnerung an die Risiken, die mit hohem Leverage verbunden sind – insbesondere auf einem Markt, der rund um die Uhr geöffnet ist und schnelle Preisschwankungen kennt. Folglich erhalten Risikomanagementpraktiken, wie das Setzen von Stop-Loss-Orders und das Halten niedrigerer Leverage-Verhältnisse, unter den Marktteilnehmern neue Bedeutung.

Fazit

Das Liquidationsereignis von 294,7 Millionen US-Dollar bei Crypto Perpetuals bietet einen klaren Einblick in die risikoreiche Welt des Handels mit Krypto-Derivaten. Die unverhältnismäßigen Auswirkungen auf Short-Seller zeigen, wie schnell sich die Marktstimmung ändern und Kettenliquidationen über gehebelte Positionen ausgelöst werden können. Dieses Ereignis unterstreicht die entscheidende Bedeutung eines vorsichtigen Risikomanagements für Teilnehmer am Perpetual-Futures-Markt. Letztlich bietet solche Volatilität zwar Chancen, erfordert aber auch Respekt vor den mächtigen Marktkräften, die am Werk sind.

FAQs

F1: Was sind Krypto-Perpetual-Futures-Kontrakte?
A1: Perpetual-Futures sind Derivate, die es Händlern ermöglichen, auf den zukünftigen Preis einer Kryptowährung zu spekulieren – ohne Verfallsdatum. Sie verwenden einen Funding-Mechanismus, um den Kurs an den zugrunde liegenden Spotpreis zu koppeln.

F2: Warum wurden in diesem Ereignis hauptsächlich Short-Positionen liquidiert?
A2: Die Daten zeigen, dass der Marktpreis der wichtigsten Kryptowährungen wie BTC und ETH während dieses Zeitraums gestiegen ist. Dieser Preisanstieg verursachte Verluste für Händler, die auf fallende Kurse gesetzt hatten (Short-Seller), was zu Margin Calls und erzwungenen Liquidationen ihrer Positionen führte.

F3: Wie trägt Leverage zu großen Liquidationsereignissen bei?
A3: Hoher Leverage verstärkt sowohl Gewinne als auch Verluste. Eine kleine Kursbewegung gegen eine stark gehebelte Position kann das Sicherheitenkapital eines Händlers schnell aufzehren, sodass die Börse die Position automatisch schließen muss, um einen negativen Kontostand zu verhindern.

F4: Ist ein Liquidationsereignis von 294,7 Millionen US-Dollar als groß einzustufen?
A4: Obwohl bedeutend, ist es historisch gesehen ein moderat großes Ereignis. Der Markt für Krypto-Derivate hat an einzelnen Tagen weitaus größere Liquidationsvolumina während großer Marktkrisen erlebt, wobei dieses Ereignis durch seine konzentrierte Wirkung auf Short-Seller auffällt.

F5: Was können Händler tun, um das Liquidationsrisiko zu managen?
A5: Händler können verschiedene Risikomanagementstrategien anwenden: geringeren Leverage nutzen, Stop-Loss-Orders setzen, um Positionen automatisch bei einem bestimmten Preis zu schließen, Margin-Verhältnisse ständig überwachen und eine Überkonzentration in eine Handelsrichtung vermeiden.

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