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Der weltweit am stärksten angeschlagene Anleihemarkt bereitet sich auf einen weiteren massiven Anstieg des Angebots vor

Der weltweit am stärksten angeschlagene Anleihemarkt bereitet sich auf einen weiteren massiven Anstieg des Angebots vor

101 finance101 finance2026/01/07 22:05
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Von:101 finance

Japans Anleihemarkt steht vor wachsenden Herausforderungen

Fotograf: Akio Kon/Bloomberg

Japans Markt für Staatsanleihen bereitet sich auf ein weiteres schwieriges Jahr vor, da die Anleger den größten Nettoanstieg an Anleiheangeboten seit über zehn Jahren aufnehmen müssen.

Laut einer Analyse von Bloomberg wird die Nettoneuemission der Staatsverschuldung des Landes – die im vergangenen Jahr unter den wichtigsten globalen Märkten am schlechtesten abschnitt – im Haushaltsjahr ab April um 8% auf etwa 65 Billionen Yen (415 Milliarden US-Dollar) steigen. Diese Prognose berücksichtigt die reduzierten Anleihekäufe der Bank of Japan sowie die Rückzahlung fälliger Schulden.

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    Dieser Anstieg der Emission bedeutet, dass private Investoren mehr Anleihen absorbieren müssen, was potenziell zu höheren Zinskosten für die Regierung von Premierministerin Sanae Takaichi führen könnte, die ein rekordverdächtiges Budget zur Unterstützung einer großen Konjunkturinitiative angekündigt hat.

    Akio Kato, Senior Manager bei Mitsubishi UFJ Asset Management in Tokio, kommentierte: „Das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf Japans Anleihemarkt hat sich so weit verschlechtert, dass die Regierung ihre Emissionspläne jedes Quartal überdenken muss.“

    Kato nimmt eine vorsichtige Haltung gegenüber japanischen Anleihen ein und hält die Duration seines Portfolios kürzer als die Standard-Benchmarks.

    Im vergangenen Jahr fielen japanische Staatsanleihen in lokaler Währung um mehr als 6% und verzeichneten damit die schlechteste Performance unter mehr als 40 von Bloomberg beobachteten Staatsanleihemärkten. Die schrittweise Straffung der Geldpolitik durch die Bank of Japan konnte die anhaltende Inflation nicht eindämmen. Im Gegensatz dazu stiegen US-Treasuries um 6,3%, chinesische Staatsanleihen legten um 0,1% zu und deutsche Anleihen verloren 1,6%.

    Der Hauptgrund für die steigende Nettoneuemission ist die Entscheidung der Bank of Japan, ihre Anleihekäufe zu verlangsamen. Die Zentralbank plant, ihre monatlichen Bruttokäufe im kommenden Jahr um mehr als 25% auf etwa 2,1 Billionen Yen zu kürzen. Infolgedessen wird erwartet, dass ihr Anleihebestand im nächsten Haushaltsjahr um 46,5 Billionen Yen schrumpft, verglichen mit einer Reduzierung um 41,1 Billionen Yen im aktuellen Zeitraum.

    Banken und Pensionsfonds sind seit der Lockerung der Renditekontrolle durch die BOJ die Hauptkäufer. Seit April 2023 lagen ihre Nettokäufe (nach Rückzahlungen) jeweils bei über 30 Billionen Yen. Mit der wachsenden Nettoneuemission gibt es jedoch Zweifel daran, ob diese Nachfrage ausreicht.

    In dieser Woche stieg die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihe auf 2,13% und erreichte damit den höchsten Stand seit 1999.

    Miki Den, Senior Rates Strategist bei SMBC Nikko Securities, bemerkte: „Wir schätzen den fairen Wert für die zehnjährige Rendite derzeit auf etwa 2,2–2,3%. Es wäre nicht überraschend, wenn die Renditen diesen Bereich bald erreichen.“

    Marktausblick und politische Veränderungen

    Die Renditen stehen unter neuem Aufwärtsdruck, nachdem BOJ-Gouverneur Kazuo Ueda angedeutet hat, dass weitere Leitzinserhöhungen wahrscheinlich sind – nach dem Schritt des letzten Monats auf ein Drei-Jahrzehnte-Hoch. Overnight-Indexed Swaps deuten auf die Möglichkeit von zwei weiteren Zinserhöhungen bis Ende 2026 hin.

    Bloomberg-Strategen meinen:

    • Japanische Anleihehalter könnten ein weiteres Jahr mit negativen Renditen erleben.
    • US-Treasuries könnten 2026 nicht so gut abschneiden, wie viele erwarten.

    Die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihen, die 2019 noch negativ war, ist in sechs Jahren stetiger Verkäufe um mehr als 200 Basispunkte gestiegen – ein Trend, der sich in diesem Jahr fortsetzen könnte.

    — Ven Ram, Cross-Asset-Stratege

    Steigende Renditen, insbesondere bei kurzfristigen Anleihen, könnten das Finanzministerium dazu veranlassen, seine Emissionsstrategie weiter anzupassen. Ohne Schatzwechsel wird die gesamte Bruttoanleiheemission bis März 2027 voraussichtlich leicht auf etwa 133 Billionen Yen sinken. Die Emission von zwei- und fünfjährigen Papieren wird steigen, während das Angebot an Anleihen mit Laufzeiten von mehr als zehn Jahren sinken wird. Das Ministerium plant, am Donnerstag 30-jährige Anleihen zu versteigern.

    Tadashi Matsukawa, Leiter für Anleiheinvestments bei PineBridge Investments Japan, erklärte: „Die Renditekurve dürfte sich abflachen, da das Angebot an langfristigen Anleihen sinkt und mehr kurzfristige Papiere ausgegeben werden. Da die Inflation anhält, erwarten wir, dass die BOJ die Zinsen weiter in Richtung eines neutraleren Niveaus anhebt.“

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