Gold und Silber erreichen Rekordniveaus, während Bitcoin vor wichtigen wirtschaftlichen Ereignissen stabil bleibt
Edelmetalle erreichen neue Höchststände angesichts Turbulenzen bei der Federal Reserve
Gold und Silber schossen am Montag auf beispiellose Höhen, da Investoren angesichts zunehmender politischer Unsicherheiten bei der Federal Reserve und vor einer entscheidenden Woche für US-Inflationsdaten sichere Häfen suchten.
Silber führte den Anstieg an und kletterte seit Freitag um fast 7 % auf nahezu $85, während Gold um 2,2 % zulegte und einen neuen Rekord von $4.600 erreichte. Im Gegensatz dazu blieb Bitcoin weitgehend unverändert und fiel laut CoinGecko in den letzten 24 Stunden um 0,2 %.
Dieser dramatische Anstieg der Edelmetalle wurde durch eine außergewöhnliche Krise bei der Federal Reserve ausgelöst, nachdem das Justizministerium eine Klage gegen Vorsitzenden Jerome Powell eingereicht hatte, wie zuvor von Decrypt berichtet.
Wenny Cai, Chief Operating Officer bei Synfutures, erklärte gegenüber Decrypt, dass „Gold und Silber zulegen konnten, da Investoren inmitten wachsender geopolitischer Spannungen und erneuter Zweifel an der Glaubwürdigkeit der US-Geldpolitik Zuflucht suchten.“ Sie merkte an, dass die Maßnahmen des Justizministeriums ein seltenes politisches Risiko geschaffen hätten, was Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Zentralbank aufkommen lasse und zu einer Umschichtung zugunsten der Metalle führe.
Veränderte Marktstimmung
Die Marktdynamik entwickelt sich rasant. Auf der Prognoseplattform Myriad, betrieben von Decrypts Muttergesellschaft Dastan, schätzen Teilnehmer nun die Wahrscheinlichkeit, dass Gold $5.000 noch vor Ethereum erreicht, auf 79 % — ein deutlicher Anstieg gegenüber 70 % zu Beginn der Woche.
Yaroslav Patsira, Fractional Director bei CEX.IO, bekräftigte Cais Sichtweise und hob hervor, dass erneute geopolitische Spannungen und schwächere Arbeitsmarktdaten die Argumente für Zinssenkungen stärken, was in der Regel nicht verzinslichen Anlagen wie Gold und Silber zugutekommt.
Wichtige Inflationsberichte stehen bevor
Nun richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex (CPI) und des Erzeugerpreisindex (PPI) am Dienstag, die entscheidend dafür sein dürften, ob die Rallye bei Edelmetallen anhalten kann.
„Die einflussreichsten Daten dieser Woche werden die US-CPI- und PPI-Inflationszahlen sein“, kommentierte Patsira. „Fallen die Zahlen niedriger aus als erwartet, könnte dies die Erwartungen an Zinssenkungen stärken und Gold sowie Silber weiter beflügeln.“
Cai stimmte zu und fügte hinzu, dass schwächere Inflations- und Arbeitsmarktdaten die Aussichten auf künftige Zinssenkungen wahrscheinlich weiter festigen würden, was im Allgemeinen Anlagen wie Gold und Silber, die keine Zinsen abwerfen, zugutekommt.
Da Edelmetalle an einem entscheidenden Wendepunkt stehen, wird ihre Fähigkeit, diese historischen Höchststände zu halten, schon bald durch die bevorstehenden Inflationsdaten auf die Probe gestellt, die zeigen werden, ob ihr Status als sicherer Hafen den neuesten makroökonomischen Entwicklungen standhalten kann.
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