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JPMorgan Chase führt Krieg gegen renditetragende Stablecoins durch den GENIUS Act

JPMorgan Chase führt Krieg gegen renditetragende Stablecoins durch den GENIUS Act

CointelegraphCointelegraph2026/01/16 17:58
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Von:Cointelegraph

Der CFO von JPMorgan Chase, Jeremy Barnum, hat Bedenken hinsichtlich renditebringender Stablecoins geäußert, da diese eine Bedrohung für das traditionelle Bankensystem darstellen. Manche interpretieren dies dahingehend, dass er eine Regulierung durch den GENIUS Act fordert, was eine neue Konfrontation im langjährigen Kampf zwischen traditioneller und dezentraler Finanzwelt markiert.

Der Krieg zwischen traditioneller und dezentraler Finanzwelt hat mit renditebringenden Stablecoins eine neue Zuspitzung erreicht. Führende Vertreter der Bankenbranche glauben, dass sie eine Form eines nicht regulierten Parallelbankensystems schaffen könnten, das die Wirtschaft destabilisieren würde, indem es Liquidität von den Banken abzieht. Krypto-Befürworter argumentieren, dass dies nichts anderes als ein Versuch der Finanzinstitute sei, ihre langjährige Macht über das Wirtschaftssystem zu erhalten. Der GENIUS Act, ein vom Kongress verabschiedetes Gesetz zur Regulierung von Stablecoins, steht im Zentrum dieses Dilemmas.

Der CFO von JPMorgan Chase erklärte in einer Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des vierten Quartals, dass die Bank zwar den Wettbewerb begrüße, sie aber nicht mit einem unregulierten Parallelbankensystem konkurrieren wolle. Laut Barnum gelten renditebringende Stablecoins aus diesem Grund als eine „offensichtlich gefährliche und unerwünschte Sache“.

Obwohl JP Morgan Chase zuvor die Blockchain-Technologie begrüßt und sogar ihre eigene Einlagenmünze JPMD eingeführt hat, ziehen sie hier eine klare Grenze. Der GENIUS Act könnte zum Instrument werden, das der Bankenriese nutzt, um Vorschriften für renditebringende Stablecoins zu etablieren.

Was sind renditebringende Stablecoins

Renditebringende Stablecoins sind eine Art von Stablecoins, die üblicherweise an den US-Dollar gekoppelt sind, einen stabilen Wert halten und gleichzeitig im Laufe der Zeit Zinsen generieren. Dies bietet Investoren eine attraktive Möglichkeit, auf dezentralem Weg eine Rendite auf ihr Geld zu erzielen, ohne die Volatilität, die mit dem Staking von Kryptowährungen wie Ethereum einhergehen kann.

Renditebringende Stablecoins werden in Rebase- und Nicht-Rebase-Typen unterteilt. Rebase-Token sind „solche, deren Salden sich automatisch anpassen. In diesem Fall erfolgt die Ausschüttung von Token-Belohnungen (aufgelaufene Zinsen) in Form zusätzlicher Token.“

Wenn Sie beispielsweise 1.000 US-Dollar in renditebringende Stablecoins investieren, wächst Ihr Saldo im Laufe der Zeit, ohne dass Sie etwas tun müssen, und der Preis des einzelnen renditebringenden Stablecoins bleibt gleich. Im Gegensatz dazu verändern Nicht-Rebase-Token nicht Ihr Token-Guthaben, sondern der Wert jedes Tokens steigt im Laufe der Zeit an, während die Rendite akkumuliert wird. Diese sind in der Regel staking-/derivat- oder DeFi-basiert.

Renditebringende Stablecoins generieren Rendite durch verschiedene Mechanismen wie DeFi-Lending, Liquidity Mining, Staking und RWA-Backing. Einige Beispiele für renditebringende Stablecoins sind aUSDC (Aave), USDY (Ondo), USDM (Mountain Protocol) und sogar Blackrocks BUIDL.

TradFi vs. DeFi: Die Zukunft renditebringender Stablecoins & der GENIUS Act

Der GENIUS Act dient als potenzielle gesetzgeberische Antwort auf die Bedenken von JP Morgan Chase in Bezug auf renditebringende Stablecoins. GENIUS steht für „Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins Act“. Dieser Titel fasst den beabsichtigten Zweck des Gesetzes zusammen, nämlich die Ermöglichung von Innovationen bei Stablecoins unter gleichzeitiger Sicherstellung des Verbraucherschutzes und der Stabilität des US-Finanzsystems.

Der GENIUS Act besagt, dass „Emittenten von Zahlungs-Stablecoins Kunden, die sie halten, keine Zinsen oder Renditen zahlen dürfen.“ Das bedeutet, dass ein Stablecoin allein rechtlich nicht als zinsbringendes Sparprodukt wie eine Bank fungieren kann. Eine Lücke in dieser aktuellen Gesetzgebung besteht jedoch darin, dass sie Dritten wie Kryptobörsen oder DeFi-Diensten nicht verbietet, Belohnungen oder Staking-Erträge auf die Guthaben von Stablecoin-Inhabern anzubieten.

Genau diese Lücke wollen große Banken wie JPMorgan Chase schließen, was eine reale Bedrohung für die Emittenten renditebringender Stablecoins darstellt, angesichts der Macht der Bankenbranche. Gleichzeitig hat die Kryptoindustrie unter der Krypto-freundlichen Haltung der Trump-Administration neue Stärke in ihrer politischen Lobbyarbeit gefunden. In diesem Sinne ist die Zukunft renditebringender Stablecoins eine, die sowohl vor Gericht als auch im Kongress entschieden werden könnte.

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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