Die Aktivitäten der Wale rücken wieder in den Fokus, nachdem Fasanara Capital 25.000 HYPE im Wert von etwa 667.700 $ an Bybit transferiert hat, was ein sichtbares Verkaufsrisiko einführt.
Zuvor hatte dasselbe Wallet 500.000 HYPE im Wert von etwa 13,3 Millionen $ von einer Burn-Adresse erhalten, was zunächst den Druck auf das zirkulierende Angebot verringerte.
Teilweise Einzahlungen auf Börsen sind jedoch oft wichtiger als die Gesamtzuflüsse. Sie signalisieren eine Absicht und nicht den Abschluss einer Liquidation.
Trotz der Übertragung an Bybit hält das Wallet immer noch etwa 575.000 HYPE im Wert von nahezu 15,4 Millionen $, wodurch der Großteil des Angebots außerhalb der Börse bleibt. Dennoch können selbst kleine Einzahlungen die kurzfristige Liquidität beeinflussen.
Daher wägen Trader nun ab, ob dieser Schritt eine taktische Verteilung oder das Testen der Markttiefe darstellt.
Inzwischen fällt das Timing mit zunehmendem Stress im Derivatemarkt zusammen, was die Unsicherheit auf kurze Sicht verstärkt.
Der Abwärtstrendkanal begrenzt Kursrückgänge
HYPE wird weiterhin innerhalb eines klar definierten Abwärtskanals im Tageschart gehandelt, was anhaltend tiefere Hochs seit September widerspiegelt.
Käufer verteidigten jüngst die untere Kanalgrenze im Bereich von 22–24 $, was eine moderate Erholung auslöste.
Das Momentum kam jedoch schnell unterhalb der Kanalmitte zum Erliegen. Dieses Scheitern bestätigt die insgesamt bärische Struktur.
Darüber hinaus bleibt der Kurs unterhalb der Region 28–30 $ gedeckelt, einer früheren Unterstützungszone, die nun als Widerstand dient. Jeder Erholungsversuch verpufft schneller, was darauf hindeutet, dass Verkäufer bei Anstiegen aktiv bleiben.
Unterdessen pendelt der RSI im Bereich der hohen 40er, was auf eine Stabilisierung statt einer Trendumkehr hindeutet. Die Kursentwicklung spiegelt daher ein Gleichgewicht und keine Stärke wider.
Solange HYPE die obere Kanalgrenze nicht klar zurückerobert, stellen Erholungen wahrscheinlich Korrekturen und keine Richtungswechsel dar.
Shorts gewinnen die Oberhand, da die Stimmung kippt
Die Positionierung im Derivatemarkt zeigt eine leichte, aber spürbare bärische Tendenz. Im 4-Stunden-Long/Short-Verhältnis machen Shorts etwa 52 % der Positionen aus, während Longs bei etwa 48 % liegen.
Dieses Ungleichgewicht signalisiert wachsende Abwärtserwartungen statt Panik. Wichtig ist, dass Shorts allmählich und nicht aggressiv zunehmen.
Dieses Verhalten spiegelt häufig wider, dass Trader sich im Vorfeld erwarteten Verkaufsdrucks positionieren und nicht darauf reagieren.
Außerdem steht diese Verschiebung im engen Zusammenhang mit den Wal-Einzahlungen bei Bybit und stärkt das Verkaufsnarrativ.
Die Dominanz der Shorts bleibt jedoch moderat. Die Stimmung ist also bärisch, aber nicht überfüllt.
Dieses Setup lässt Raum für Volatilität. Wenn der Verkaufsdruck zunimmt, könnten Shorts an Selbstvertrauen gewinnen. Umgekehrt könnten ausbleibende Abwärtsbewegungen späte Short-Positionen schnell in die Falle locken.
Quelle: CoinGlass
Liquidationen zeigen Druck, aber keine Panik
Liquidationsdaten liefern eine weitere Nuance. In den letzten Sitzungen wurden Long-Positionen im Wert von etwa 557.000 $ liquidiert, während Short-Liquidationen bei nur etwa 9.700 $ liegen.
Dieses Ungleichgewicht zeigt, dass Abwärtsbewegungen weiterhin gehebelte Long-Positionen aus dem Markt drängen, anstatt Short-Positionen zu schließen. Liquidationsspitzen bleiben jedoch begrenzt.
Sie erreichen nicht die Größenordnung, die mit massiven Ausverkäufen verbunden ist. Der Abwärtsdruck scheint daher absorbiert und nicht beschleunigt zu werden.
Käufer steigen weiterhin auf niedrigeren Niveaus ein, was Folgebewegungen begrenzt. Gleichzeitig schwächt das wiederholte Ausstoppen von Longs die Erholungsversuche.
Das Liquidationsverhalten unterstützt somit ein Szenario eines schleichenden Rückgangs statt eines abrupten Zusammenbruchs und hält HYPE innerhalb seiner breiten Abwärtsstruktur gefangen.
Quelle: CoinGlass
Warum positives Funding das Risiko tatsächlich erhöhen kann
Das OI-gewichtete Funding bleibt positiv und liegt bei etwa +0,0148 %, trotz bärischer Kursstruktur und zunehmender Short-Dominanz.
Diese Dynamik ist wichtig. Positives Funding zeigt, dass Longs weiterhin zahlen, um ihre Positionen zu halten, obwohl der Kurs schwächelt.
Diese Beharrlichkeit schafft Verwundbarkeit. Sollte der Verkaufsdruck zunehmen, steigt das Liquidationsrisiko dieser Long-Positionen.
Außerdem signalisiert positives Funding in Abwärtstrends oft eine Fehlpositionierung. Zwar zeugt es von Zuversicht, erhöht aber auch die Abwärtsasymmetrie.
Funding bestätigt hier also keine Stärke, sondern weist auf Fragilität hin. Bis das Funding nachlässt oder sich die Kursstruktur verbessert, bleibt HYPE weiter Stress auf der Long-Seite ausgesetzt.
Quelle: CoinGlass
Zusammenfassend steht HYPE weiterhin unter konstantem Druck, da Wal-Einzahlungen Verkaufsrisiken einführen, ohne eine aggressive Verteilung auszulösen.
Der Kurs respektiert weiterhin den Abwärtskanal, während positives Funding und wiederholte Long-Liquidationen auf fehlangepasste Hebelwirkung hinweisen.
Shorts haben einen leichten Vorteil, dennoch bleibt die Überzeugung verhalten. Der Abwärtsdruck wirkt deshalb kontrolliert statt impulsiv.
Sofern die Börseneinzahlungen nicht signifikant zunehmen, dürfte HYPE in seiner Handelsspanne bleiben, wobei Erholungen gedeckelt sind und größere Abwärtsbewegungen nur bei beschleunigtem Verkaufsdruck auftreten.
Abschließende Gedanken
- Es ist wahrscheinlich, dass HYPE in einer Handelsspanne bleibt und Erholungen auf anhaltenden Widerstand stoßen.
- Ein nachhaltiger Abwärtsdruck entsteht nur, wenn der Verkaufsdruck an den Börsen weiter zunimmt.
